Menschen neue Hoffnung geben Oberlangener André Ameln spendet Blutstammzellen

Der Oberlangener André Ameln hat eine Blutstammzellenspende geleistet. Symbolfoto: dpaDer Oberlangener André Ameln hat eine Blutstammzellenspende geleistet. Symbolfoto: dpa

Oberlangen. Der 24-jährige André Ameln kommt aus Oberlangen und hat Blutstammzellen gespendet. Eigentlich wollte der gelernte Industriekaufmann nur Blut spenden und gab dabei eine Probe zur Typisierung ab, um festzustellen, ob er für eine Stammzellenspende geeignet wäre.

Drei Mal im Jahr ist in Oberlangen ein Termin zur Blutspende. „Für mich ist es selbstverständlich, daran teilzunehmen“, sagt Ameln. Als er dann wenig später die Nachricht bekam, dass er als Stammzellenspender in Frage komme, zögerte er nicht lange. Er weiß allerdings noch nicht, ob er seinem „genetischen Zwilling“ wird helfen können. Das erfährt er erst in einigen Monaten.

Am 6. Juli wurde er in das Universitätsklinikum Münster eingeladen, wo ihm Medikamente verabreicht wurden, die die Bildung von Stammzellen fördern. Auch wurde eine komplette Untersuchung seines allgemeinen Gesundheitszustands vorgenommen. Aus dem ihm abgenommenen Blut wurden sStammzellen herausgefiltert. „Es ist kein großer Aufwand. Es hat gerade einmal zwei Tage gedauert“, so Ameln. Damit könne er einem hilfsbedürftigen Menschen neue Hoffnung geben.

„In meiner Familie gab es bereits einen Verwandten, der auf eine Organspende angewiesen war. Es gibt immer jemanden, der Hilfe braucht“, sagt der 24-Jährige auf die Frage, ob jemand in seiner unmittelbaren Umgebung ihn dazu bewogen hätte, zu spenden.

Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) übernimmt übrigens alle Kosten und zahlt eine Aufwandsentschädigung für das Fehlen am Arbeitsplatz und sie betreut die Stammzellenspender.

Wie funktioniert eine Stammzellspende? Die DKMS informiert auf ihrer Internetseite. Jeder gesunde Mensch im Alter von 18 bis 55 Jahren kann Stammzellen spenden. Dabei werden sogenannte HLA-Gewebemerkmale geprüft und bei einer eindeutigen Übereinstimmung können Stammzellen gespendet werden. Stimmen die Merkmale bei Spender und Empfänger überein, spricht man von „genetischen Zwillingen“.

Es gibt zwei Arten der Stammzellspende. Bei der klassischen Methode wird dem Patienten unter Vollnarkose mithilfe einer Punktionsnadel 0,5 bis 1,5 Liter Knochenmarkblut abgesaugt. Bei der heute üblicheren „peripheren Entnahme“ wird quasi wie bei einer Blutspende das Venenblut entnommen. Davor wird ein Botenstoff verabreicht, der dafür sorgt, dass die Anzahl der Blutstammzellen erhöht wird.