Sperrung in Lathen ab 22. Juni Sanierungsarbeiten auf A31 im Zeitplan

Das Herzstück der Sanierungsarbeiten ist die Asphaltierungsanlage, die von Asphaltmeister Holger Schröder bedient wird. Unser Foto zeigt ihn mit Projektleiter Manfred Gebben und Anja Schnitker von der Autobahnmeisterei Lathen. Foto: Jürgen EdenDas Herzstück der Sanierungsarbeiten ist die Asphaltierungsanlage, die von Asphaltmeister Holger Schröder bedient wird. Unser Foto zeigt ihn mit Projektleiter Manfred Gebben und Anja Schnitker von der Autobahnmeisterei Lathen. Foto: Jürgen Eden

Lathen. Mit den Sanierungsarbeiten an der Autobahn (A) 31 zwischen Haren und Lathen sind die Firmen dem Zeitplan etwas voraus. Voraussichtlich Anfang Juli wird die Fahrbahn in Richtung Emden wieder nutzbar sein. Nach derzeitigem Stand muss vom 22. Juni bis Mitte Juli allerdings noch die Anschlussstelle Lathen in Richtung Emden gesperrt werden, um auch dort die Fahrbahndecke erneuern zu können. Ab August beginnen die Erneuerungen in Fahrtrichtung Süden.

Wie durch einen engen Schlauch bewegen sich derzeit die Fahrzeuge auf der Autobahn zwischen Lathen und Haren. Nur zwei der insgesamt vier Spuren sind befahrbar. Während der Bauphase wird der Verkehr für beide Richtungen einspurig auf der Strecke nach Oberhausen geführt. Die Fahrbahndecke und Tragschicht in Richtung Emden wurden bereits abgefräst. Bauarbeiter sind auf weiten Teilen allerdings nicht zu sehen. So könnte schnell der Eindruck entstehen, dass die Arbeiten ruhen. „Ganz im Gegenteil“, sagte Anja Schnitker, Leiterin der Autobahnmeisterei. Aktuell wird die fast zehn Kilometer lange Fahrbahn in Richtung Emden neu asphaltiert.

Für Projektleiter Manfred Gebben von der Firma Johann Bunte aus Papenburg ist diese Bauphase besonders kritisch. So verfolgt er die Wetterprognosen derzeit besonders genau. Mit Frost ist zwar jahreszeitbedingt nicht zu rechnen, grundsätzlich wäre eine Verarbeitung des sogenannten Kompaktasphaltes bei Außentemperaturen von weniger als fünf Grad aber nicht möglich. Doch im Moment würde Stark- oder Dauerregen einen Strich durch den Zeitplan machen. Sein Telefon klingelt in diesen Tagen oft schon morgens um 4 Uhr. Denn dann laufen bereits die Vorbereitungen. „Mischen oder nicht mischen?“, lautet die Frage, die kurz vor Tagesanbruch die Produktionsleiter der firmeneigenen Werke an ihn richten. Gibt Gebben grünes Licht, rollen die ersten Thermo-Lastzüge mit dem 160 Grad heißen Gemisch los in Richtung Baustelle.

Zwischen 4500 und 5000 Tonnen können Asphaltmeister Holger Schröder und sein Team dort täglich verarbeiten. Pro Tag sind 40 bis 50 Lastzüge im Umlauf, die drei bis viermal die firmeneigenen Mischwerke im Papenburger Deverhafen, Haren oder Schüttdorf anfahren, um später das kochend heiße Material rechtzeitig in den Schlund des Asphaltierers zu kippen. Wenn das rund zehn Kilometer lange Teilstück in östlicher Richtung in den nächsten Tagen mit der neuen Trag- und Deckschicht versehen wurde, haben rund 75000 Tonnen des Materials den Standort gewechselt. Bis zur Freigabe der Spuren vergehen dennoch einige Wochen. So müssen die neuen Leitplanken noch montiert werden, außerdem erfolgen Markierungsarbeiten. Voraussichtlich Anfang Juli soll das Teilstück in Fahrtrichtung Emden freigegeben werden.

Das Bild der Bauarbeiten bleibt den Autobahnfahrern auf diesem Teilabschnitt jedoch weiterhin erhalten. Denn direkt im Anschluss beginnen die Sicherungsarbeiten für die Einrichtung einer Baustelle in Fahrtrichtung Süden. Die Sanierung der Fahrbahn soll vom 13. August bis Ende März 2016 erfolgen. Parallel zu den Tiefbauarbeiten nehmen Schnitker zufolge auch Mitarbeiter anderer Firmen die zwölf Autobahnbrücken und Durchlässe unter die Lupe und führen umfassende Unterhaltungsarbeiten durch.

Mit Verkehrsbehinderungen müssen Autofahrer demnächst auch an der Anschlussstelle Haren rechnen. So soll es dort vom 13.bis zum 27. August eine Sperrung in Richtung Oberhausen geben. „Wir werden so kurz wie möglich Sperrungen vornehmen“, sagte Schnitker. In Lathen müsse die Anschlussstelle nach derzeitigen Plänen letztmalig Mitte Oktober in Fahrtrichtung Oberhausen für etwa zwei Wochen gesperrt werden.