Mit Flughafen Playmobil-Ausstellung im Gründerzentrum in Lathen


Lathen/Niederlangen. Die Samtgemeinde (SG) Lathen bekommt in nächster Zeit einen Flughafen. Standort soll das Gründerzentrum Emstal im Industriepark an der A 31 sein. Ein finanzielles Desaster wie in Berlin ist allerdings ausgeschlossen. Der Flughafen mit einem fast zwei Meter hohen Tower ist Teil einer Playmobil-Ausstellung, die Jürgen Eden mit Beginn der Sommerferien in einer Halle des Gründerzentrums präsentieren will.

Der 49-jährige Journalist aus Rhede ist der Sammelleidenschaft seit mehr als 20 Jahren verfallen. Den rund 60 Quadratmeter großen Dachboden seines Hauses und den Keller bevölkern inzwischen weit mehr als 3000 Playmobil-Figuren, darunter Handwerker, Polizisten, Feuerwehrmänner und seit Kurzem sogar der Reformator Martin Luther. Zum Fundus gehören zudem rund 300 verschiedene Fahrzeuge. 20 Rettungs- und 50 Polizeiwagen, eine ganze Flotte von Piratenschiffen sowie Flugzeuge, Hubschrauber und ein UFO.

Eden sucht nach eigenen Angaben nach „weiteren Verrückten“, die sich am Aufbau der Ausstellung beteiligen wollen. Ziel sei es, eine „Erlebnis- und Spielewelt“ zu schaffen, die den Besuchern immer wieder neue Überraschungen bietet. Der Großteil der Playmobil-Figuren und -gebäude ist einzigartig und in Läden nicht zu kaufen, wie Eden betont. Er hat sie in Handarbeit modifiziert und für die jeweiligen Themenwelten gestaltet. „Die Bauelemente lassen sich ähnlich wie Legosteine kombinieren. So sind große Objekte wie Polizei- und Feuerwehrgebäude, ein Krankenhaus, ein Schulzentrum sowie ein Rathaus und ein Amtsgericht mit Gefängnistrakt entstanden.“

Zur Mitgestaltung der Ausstellung sucht Eden nicht nur nach anderen Playmobil-Sammlern. Auch Modellbahnliebhaber oder Fans von Dioramen, zum Beispiel plastisch wirkende Miniaturen von Gebirgen und Küstenregionen, sind ihm willkommen. „Für neue Ideen bin ich immer offen“, so Eden.

Ohne Unterstützung durch die SG Lathen ließe sich das Projekt allerdings nicht realisieren. Die Kommune zahlt zu Beginn die Miete für die rund 220 Quadratmeter große Ausstellungsfläche. In Bürgermeister Karl-Heinz Weber und Wilfried Hebbelmann von der Verwaltung sowie dem Leiter des Bauhofes, Alfons Cordes, hat Eden drei Mitstreiter gefunden. Weber: „Ich habe mir die Playmobilwelt in seinem Haus mal angeschaut. Es gab auf dem Dachboden kaum einen Platz, wo man seinen Fuß hinsetzen konnte.“

Der Bürgermeister sieht die Ausstellung im Gründerzentrum auch als „eine Bereicherung des touristischen Angebotes“, ähnlich dem Puppenmuseum in Niederlangen. Deshalb wird Eden beim Aufbau auch von Bauhofleiter Cordes und seinen Leuten unterstützt. „Wir können aber immer freiwillige Helfer gebrauchen“, so Weber.

Für Eden erfüllt sich im Gründerzentrum der lang gehegte Wunsch, seine - wie er sie nennt – „Klicky-Bürger“ der Öffentlichkeit zu präsentieren und seine Leidenschaft mit anderen zu teilen. Warum er über die Jahre zu einem passionierten Sammler geworden ist, weiß er allerdings auch nicht so genau. Vielleicht sind es die Gene: Sein Vater sammelt Briefmarken, seine Mutter Puppen.

Wer mitmachen möchte, kann sich per E-Mail bei Wilfried Hebbelmann ( wilfried.hebbelmann@lathen.de ) oder bei Jürgen Eden ( redaktion@eltv.de ) melden.

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