„Herzstück der Gemeindearbeit“ Lathener Kirchengemeinde weiht St.-Vitus-Haus ein

Meine Nachrichten

Um das Thema Lathen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Lathen. Es war ein ganz besonderer Tag für die Kirchengemeinde St. Vitus zu Lathen als am vergangenen Sonntag das St.-Vitus-Haus nach fast vierjähriger Planungs- und Bauzeit offiziell seiner Bestimmung als Mehrgenerationenbegegnungsstätte für die gesamte Bevölkerung übergeben worden ist.

Im Anschluss an einen Festgottesdienst erfolgte im Beisein zahlreicher Gäste und Ehrengäste die feierliche Einweihung und Einsegnung der Räume durch den Osnabrücker Domkapitular Monsignore Ansgar Lüttel. „Eine Gemeinde braucht für ein gutes Miteinander ein Versammlungshaus, das für alle offen ist“, sagte der Domkapitular. Die Mehrgenerationenbegegnungsstätte sei auf einem guten Fundament gebaut und biete allen Menschen ein Obdach für Leib und Seele. Nun gelte es, die äußere Hülle des Gebäudes mit Leben zu füllen, so der Geistliche.

„Das St.-Vitus-Haus wird künftig das Herzstück der Gemeindearbeit sein“, sagte Landrat Reinhard Winter voraus. Nicht allein für die kirchliche und konfessionsübergreifende Kinder-, Jugend-, Familien- und Seniorenarbeit bereicherten die neuen Räume das Gemeindeleben. Als ein Treffpunkt für Jung und Alt ermögliche das Haus ebenso die Integration von Zugezogenen und Migranten. Obendrein sei das Gebäude eine Augenweide und präge an zentraler Stelle direkt neben der Kirche das Ortsbild, betonte Winter.

„Das Vitus-Haus schließt eine Lücke in den baulichen Anlagen, die in der Vitus-Gemeinde in den letzten Jahren schmerzlich bemerkt wurde“, erklärte Heinrich Bojer, stellvertretender Ratsvorsitzender des Samtgemeinderates Lathen. Nachdem das alte Jugendheim nicht mehr nutzbar gewesen sei, habe man sich zu einem mutigen Schritt entschlossen und das unmittelbar neben der Kirche stehende Löning-Haus erworben. Für die katholische Kirchengemeinde sei es eine große finanzielle Herausforderung gewesen, dieses Haus in seiner heutigen Form herzurichten und dabei das ortsprägende Gebäude in seinen Umrissen zu erhalten.

Seinen Dank richtete Pfarrer Francis Sanjeevi an alle tatkräftigen und finanziellen Unterstützer des Projektes. An den förderungsfähigen Kosten in Höhe von rund 725000 Euro beteiligten sich neben der Kirchengemeinde auch das Bistum Osnabrück, das Amt für Landentwicklung, der Landkreis Emsland und die Gemeinden Lathen und Fresenburg. Insbesondere dankte Sanjeevi der Lathener Familie Löning, die durch den Verkauf des Gebäudes den Weg bereitet hätte.

Im Anschluss an die Schlüsselübergabe durch Architekt Jörg Abheiden fand ein Pfarrfest statt, an dem sich 47 Gruppen und Organisationen beteiligt haben.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN