EZ-Serie über Kartoffelanbau Landwirt Robben hat mit der Kartoffelernte begonnen


Niederlangen. Es ist so eine Art Vorgeplänkel: Landwirt Jörg Robben aus Altenberge hat am Freitag auf seinem Kartoffelacker in Niederlangen die ersten Knollen geerntet, doch nur auf den sogenannten Vorgewenden, also vorne und hinten auf dem Feld. Das ganze Feld wird dagegen erst in etwa drei Wochen gerodet.

Mit einem Schlepper und dem Kartoffelroder rückte Jörg Robben an, mit einem zweiten Schlepper und zwei großen Anhängern sein Mitarbeiter Christian Gebben. Beide zusammen machten sich dann an die Arbeit: Landwirt Robben saß am Steuer, und Gebben arbeitete unterdessen auf dem Roder.

Wie kommen die Kartoffeln aus der Erde? An dem Roder sind große Schare angebracht, die zwei Kartoffeldämme zugleich komplett anheben und im Ganzen auf ein Förderband führen. „Das erste Förderband siebt vor allem den Sand heraus“, erklärt Robben den Vorgang. Die Erde fällt zwischen den Stäben des Förderbandes hindurch gleich wieder auf den Boden, während die Knollen und das Kartoffelkraut wenig später auf ein weiteres Förderband fallen. Dieses separiert das abgestorbene Laub, das wieder auf das Feld zurückfällt. Im weiteren gelangen die Kartoffeln über mehrere Förderbänder in den sogenannten Bunker, wo sie sich sammeln. Kurz davor steht Christian Gebben am Förderband und entfernt alles das vom Förderband, was keine Kartoffel ist. „Das können Steine, Reste vom Kraut, kleine Äste oder auch Sandklumpen sein“, nennt Robben Dinge, die er lieber nicht zwischen den Knollen sieht.

Aufwendige Arbeit

Dass er zunächst nur die Vorgewende rodet, hat seinen Grund: „Wir haben jetzt noch etwas Zeit, und da machen wir die aufwendigeren Dinge und roden Stellen wie Senken, an denen die Kartoffeln nicht so gut geworden sind.“ Auch auf dem Acker in Niederlangen gab es eine Senke, in der es nach Regenfällen immer wieder sehr feucht war. Dementsprechend fällt der Ertrag deutlich geringer aus. Der entscheidende Grund ist für Robben aber, dass diese Knollen nicht oder kaum lagerfähig sind. Sie könnten dafür sorgen, dass dann noch viel mehr Erntegut während der Lagerung verdirbt.

Mit zwei Anhängern voller Knollen machten sich Robben und Gebben wieder auf den Heimweg. Bereits heute sollen sie in Cloppenburg abgeliefert werden, wo sie zu Püree verarbeitet werden.

Der Landwirtschaftsmeister ist mit dem Ertrag sehr zufrieden. Er geht davon aus, dass es auf dem Niederlangener Acker etwa 45 Tonnen pro Hektar sein werden. Das wäre mehr der langjährige Durchschnitt. „Der liegt zwischen 40 und 42 Tonnen.“