725000 Euro investiert Sonntag Einweihung des St. Vitus-Hauses in Lathen

Von Aloys Schulte


Lathen. Die katholische Kirchengemeinde in Lathen bereitet sich auf ein großes Fest vor. Am Sonntag, 14. September, wird im Anschluss an ein Hochamt, das um 10 Uhr beginnt, das St. Vitus-Haus an der Kirchstraße eingeweiht. Die Segnung der neuen Räume wird Domkapitular Ansgar Lüttel aus Osnabrück vornehmen.

Das Gemeindezentrum ist als Begegnungsstätte für alle Bürger konzipiert. Laut Pfarrer Francis Sanjeevi stehen die Türen allen Generationen und allen Konfessionen offen. Eine kommerzielle Nutzung des Gebäudes in Konkurrenz zur Gastronomie sei „ausgeschlossen“.

Das Vitus-Haus verfügt bei einer Gesamtnutzfläche von 366 Quadratmetern im Erdgeschoss über einen Versammlungsraum mit 100 Plätzen und eine Küche. In der ersten Etage gibt es zwei Büros, einen Besprechungs- und drei Gruppenräume sowie eine Teeküche. Ein behindertengerechter Zugang zum Haus sowie ein Fahrstuhl sind ebenfalls vorhanden.

Die Planungen für das Mehrgenerationenhaus für Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren begannen Mitte 2012, als die Kirchengemeinde das „Löning Haus“, ein früheres Bekleidungsgeschäft, kaufte. Im Gegenzug wurde ein gegenüberliegendes Grundstück mit dem ehemaligen Jugendheim veräußert.

Die Bauarbeiten starteten Anfang 2014. Der Kostenrahmen von rund 650000 Euro konnte nach Angaben der Kirchenvorstandsmitglieder Adelheid Thünemann und Heinz Niehaus allerdings nicht ganz eingehalten werden. Die Gesamtinvestitionen für den Umbau des Haues mit neuer Fassade und dem nebenan errichteten
Jugend-Pavillon mit einer Nutzfläche von 41 Quadratmetern belaufen sich jetzt auf rund 725000 Euro. Die Finanzierung dieser „förderungsfähigen Kosten“ ist laut Niehaus gesichert. 100000 Euro kommen vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung, das Bistum und die Kirchengemeinde steuern je 233000 Euro bei. Die Gemeinde Lathen und der Landkreis Emsland sind mit je 80000 Euro beteiligt.

Zusätzliche Kosten in Höhe von 25000 Euro haben nach Angaben von Thünemann die Außenanlagen verursacht. „Die alte Umfassungsmauer des Grundstückes musste komplett entfernt werden, weil die Bausubstanz völlig marode war.“

Zu Finanzierung der Mehrausgaben soll das große Pfarrfest am Sonntag beitragen. Alle teilnehmenden 47 Gruppen und Vereine wollen die Erlöse dafür zur Verfügung stellen. Hinzu kommen Pfarrer Sanjeevi zufolge Eigenleistungen der Gemeindemitglieder. Wie die verbleibende Restsumme aufgebracht werden kann, wird zurzeit in Gesprächen mit dem Bistum Osnabrück geklärt.