Investoren kommen aus China Autohof bei Lathen an der A31 geplant

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Die Absichtserklärung zum Bau eines Autohofes unterzeichneten (von links) Song Ge (Geschäftsführerin Shaan Xi Zhong Cheng Elektrotechnik), SG-Bürgermeister Karl-Heinz Weber und Qi Li (Chinesisch-deutsche Kommunikation und Förderung). Foto. Aloys SchulteDie Absichtserklärung zum Bau eines Autohofes unterzeichneten (von links) Song Ge (Geschäftsführerin Shaan Xi Zhong Cheng Elektrotechnik), SG-Bürgermeister Karl-Heinz Weber und Qi Li (Chinesisch-deutsche Kommunikation und Förderung). Foto. Aloys Schulte

Lathen. Wenn alles wie geplant klappt, wird es in absehbarer Zeit einen Autohof unter chinesischer Führung an der Anschlussstelle Lathen an der A31 in Niederlangen geben. Eine entsprechende Absichtserklärung ist am Montag unterzeichnet worden.

Finanzieren und betreiben will den Autohof ein Konsortium von Firmen aus der 3,7 Millionen Einwohner zählenden Stadt Baoji, mit der die Samtgemeinde (SG) Lathen im Mai 2013 eine Partnerschaft eingegangen ist. Die Federführung bei dem Projekt hat die Shaan Xi Zhong Cheng Elektrotechnik GmbH mit zurzeit rund 300 Beschäftigten. Wie die Geschäftsführerin Song Ge im Haus des Gastes in Lathen sagte, soll in den kommenden Monaten eine Wirtschaftlichkeitsprüfung durchgeführt werden. Sie hoffe, dass noch in diesem Jahr erste konkrete Schritte für den Bau des Autohofes eingeleitet werden können. Beteiligt an dem Vorhaben sind zudem das Unternehmen von Chao Hongtao, das sich mit Autotuning beschäftigt, und der chinesische Bauunternehmer Jiao Ji Zhu. Die Koordinierung des Projektes übernimmt Qi Li von der Firma Chinesisch-Deutsche Kommunikation und Förderung mit Sitz in Hamburg. Qi hatte auch maßgeblichen Anteil am Zustandekommen der Partnerschaft Lathen/Baoji.

Wie SG-Bürgermeister Karl-Heinz Weber (CDU) erläuterte, sollen auf einem rund 4,5 Hektar großen Areal im Industriepark an der A31 in direkter Nachbarschaft zur Autobahn ein Restaurant, eine Tankstelle und ein Shop, eine Waschanlage für Pkw und Lkw sowie ein Motel gebaut werden. Um die gesetzlichen Vorgaben für Autohöfe zu erfüllen, sind 90 Parkplätze für Lastwagen und 150 für Pkw vorgesehen. Weber: „Die Chinesen wollen das Grundstück kaufen und das wirtschaftlich interessante Projekt in Eigenregie realisieren.“ Die Samtgemeinde werde sich in Zusammenarbeit mit Qi Li um Fragen wie das Aufenthaltsrecht für das Personal aus China kümmern.

Als Grund für das mögliche Engagement der chinesischen Unternehmen in der SG Lathen nannte Song Ge die „stabilen politischen Verhältnisse“ in Deutschland allgemein und im Emsland im Besonderen. Die Partnerschaft zwischen Baoji und der Samtgemeinde habe sie neugierig gemacht, und sie sei nicht enttäuscht worden. „Die Menschen hier sind sehr freundlich, und die Gegend ist sehr schön“, so die Geschäftsführerin.

Das Besuchsprogramm der chinesischen Gäste wurde nach der Unterzeichnung der Absichtserklärung am Montag fortgesetzt mit einer Besichtigung des für den Autohof infrage kommenden Areals an der A31 sowie einem Abstecher zur Firma Intis auf dem ehemaligen Gelände der Transrapid-Versuchsstrecke.


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