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Transrapid: Hohe Hürden in Brasilien

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ys Berlin/Lathen. Als „echte Herausforderung“ hat die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann die Realisierung einer Transrapidstrecke in Brasilien bezeichnet. In einem Gespräch in Berlin mit Verkehrs-Staatssekretär Rainer Bomba sowie Vertretern der Firmen Siemens, ThyssenKrupp, Bögl und IABG sei gestern deutlich geworden, dass die Anforderungen seitens der brasilianischen Regierung hoch gesteckt seien.

So soll laut Connemann der Konzessionär „das volle Risiko für Bau und Betrieb“ der mehr als 500 Kilometer langen Strecke von Campinas über São Paulo bis Rio de Janeiro übernehmen. „Außerdem wird erwartet, dass für einen niedrigen Fahrpreis gesorgt wird“, so Connemann. Es werde versucht, zusammen mit einem Konsortium brasilianischer Firmen ein Angebot abzugeben.

Allerdings sei es auch möglich, sich nur für die 140 Kilometer von Campinas bis São Paulo zu bewerben. Die Ausschreibungsfrist läuft bis zum 29. November, eine Entscheidung über den Zuschlag wird am 16. Dezember erwartet. Connemann machte zugleich deutlich, dass im Verkehrsministerium Einigkeit darüber herrsche, die Teststrecke in Lathen für weitere zwei Jahre zu erhalten. „Wir haben für den Transrapid weitere heiße Eisen im Feuer“, so Connemann.

Dazu zählten unter anderem eine 90 Kilometer lange Strecke in der Türkei oder ein Rundkurs auf Teneriffa. „Wir brauchen Lathen deshalb als Standort der Versuchsanlage und auch für die Forschung in Sachen Elektromobilität.“


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