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Ponyhof soll Geld stiften Vorerst keine Anklage nach Unfall bei Fackelritt in Lathen

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Die Staatsanwaltschaft Osnabrück will keine Klage gegen den Ponyhof erheben. Archivfoto: dpaDie Staatsanwaltschaft Osnabrück will keine Klage gegen den Ponyhof erheben. Archivfoto: dpa

Lathen. Der schwere Unfall bei einem nächtlichen Fackelausritt im emsländischen Lathen hat voraussichtlich keine gerichtlichen Konsequenzen. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück will nach Angaben vom Mittwoch gegen die Verantwortlichen des Ponyhofes keine Anklage erheben, wenn sie eine Geldauflage an eine Stiftung zahlen.

Bei dem Unglück im August waren 44 Kinder und Jugendliche verletzt worden. Eine 14-Jährige aus Düsseldorf schwebte vorübergehend sogar in Lebensgefahr.

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück ermittelte im Zusammenhang mit dem Fackelausritt gegen vier Mitarbeiter eines Reiterhofes. Den Beschuldigten sei jedoch keine schwerwiegende Sorgfaltspflichtverletzung vorzuwerfen, teilte die Behörde mit. „So fand bereits seit vielen Jahren (in der Saison sogar wöchentlich) ein solcher Ritt mit den entsprechend an Fackeln gewöhnten Tieren statt, ohne dass es Zwischenfälle wegen des Feuers gab“, heißt es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft. Sie will daher auf eine Anklage verzichten, wenn die vier Beschuldigten bis Mitte Februar jeweils eine Geldauflage an die „Stiftung Opferhilfe Niedersachsen“ zahlen.

Das Verfahren gegen eine 17-Jährige stellte die Staatsanwaltschaft Osnabrück wegen geringer Schuld ein. Die junge Frau war bei dem Vorfall selbst verletzt worden und kann sich an nichts erinnern. Ihr sei eine Fackel heruntergefallen, die dann in einer Pfütze laut zischend verlöschte, worauf hin erst eines und dann viele Pferde durchgingen, stellte die Behörde fest,.

Der Reiterhof organisiert inzwischen keine Fackelausritte mehr, sondern unternimmt Planwagenfahrten.


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