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Gründerzentrum Emstal im Industriepark Lathen eingeweiht – Platz für bis zu sieben Jungunternehmer Basis für den Start in die Selbstständigkeit



ys Niederlangen. Nach nur sechs Monaten Bauzeit ist am Wochenende das Gründerzentrum Emstal im Industriepark der Samtgemeinde (SG) Lathen in Niederlangen an der A31 eingeweiht worden. Es bietet auf 2800 Quadratmetern Nutzfläche bis zu sieben Jungunternehmern die Chance, beim Start in die Selbstständigkeit kostengünstig Büro- und Produktionsräume für 1,50 Euro pro Quadratmeter zu mieten.

Für die Umsetzung des 2,3 Millionen Euro teuren Projekts wurde eine GmbH gegründet, deren Gesellschafter die SG Lathen (51 Prozent) und die Volksbank Emstal (49 Prozent) sind. Einen großen Teil zur Refinanzierung wird nach den Worten von Geschäftsführer Karl-Heinz Weber die auf dem rund 3000 Quadratmeter großen Dach installierte Fotovoltaikanlage beitragen. „Es können pro Jahr bis zu 350000 Kilowattstunden Strom ins Netz eingespeist werden.“ Er lobte in diesem Zusammenhang besonders die Firma Schlichter aus Lathen und deren Bauleiter Thomas Schultejans, denen es gelungen war, die Solaranlage rechtzeitig zum 30. Juni fertigzustellen. Weber: „Nach diesem Termin hätte sich die Einspeisevergütung wegen der Gesetzesänderung merklich reduziert.“

Als Bürgermeister der Samtgemeinde hofft Weber, dass mit dem Gründerzentrum die Erfolgsgeschichte des Industrieparks weitergeschrieben werden kann. 14 Firmen mit rund 300 Arbeitsplätzen haben sich inzwischen auf dem Areal angesiedelt. Um im Wettbewerb mit den größeren Nachbarkommunen bestehen zu können, sei es wichtig, jungen Leuten, die sich selbstständig machen wollten, die passenden Rahmenbedingungen zu bieten. Das sei mit dem Gründerzentrum erreicht. „Mit zwei Interessenten sind wir uns schon einig, mit drei weiteren wird zurzeit verhandelt“, so Weber.

Sein Stellvertreter, Renkenberges Bürgermeister Heiner Bojer, betonte, dass viele „notwendige Einrichtungen, die ein Unternehmen für den erfolgreichen Start benötigt, ohne zusätzliche Kosten“ zur Verfügung gestellt würden. Außerdem sei es im Industriepark guter Brauch, sich gegenseitig zu helfen. „Auf Wunsch werden den Neuen erfahrene Firmenchefs mit Rat und Tat zur Seite stehen“, so Bojer.

Neidlose Anerkennung für die Nachbarkommune brachte der aus Dörpen stammende niedersächsische Justizminister Bernd Busemann (CDU) zum Ausdruck. Der Aufbau des Industrieparks weit weg von den Ortskernen der Samtgemeinde Lathen sei ein „mutiger Schritt“ gewesen. „Ihnen ist hier ein großer Wurf geglückt“, so Busemann. Mit dem Gründerzentrum zeige die SG Lathen, dass sie sich mit dem Erreichten nicht zufrieden gebe, sondern weiter für die Zukunft plane. Stillstand sei in der Wirtschaft Rückschritt. Das Lathener Industriegebiet bezeichnete Busemann als „Schmuckstück“. Er wolle niemandem zu nahe treten, aber er kennen kenne kein anderes, das „so schick und sauber ist“, bekannte der Minister.

Firmenchef Martin Schlichter räumte ein, dass der Bau des Gründerzentrums in so kurzer Zeit für alle Beteiligten eine echte Herausforderung gewesen sei. „Aber gute Ideen erkennt man daran, dass ihre Verwirklichung von vornherein ausgeschlossen scheint.“


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