Projekttag mit allen Jahrgängen Lathener Schüler bekommen den Holocaust erklärt

Von pm

Zum Geburtstag von Erna de Vries bereitete die Schule eine kleine Feierstunde vor. Foto: Erna-de-Vries-Schule LathenZum Geburtstag von Erna de Vries bereitete die Schule eine kleine Feierstunde vor. Foto: Erna-de-Vries-Schule Lathen

Lathen. Mit allen Jahrgängen hat die Erna-de-Vries-Schule in Lathen zum zweiten Mal den Erna-de-Vries-Projekttag durchgeführt. Mit dabei waren Lehrer und Schüler der gleichnamigen Schule aus Münster.

Während des Projekttages stand nach Angaben der Schulen in verschiedenen Workshops das Gedenken im Vordergrund. Die Inhalte befassten sich mit dem Leben von Erna de Vries, dem Holocaust sowie dem Rechtsextremismus. In der Grundschule wurde über Respekt und Achtung gesprochen.

In den Workshops wurde unter anderem das "Lied der Moorsoldaten“ auf verschiedene Weise künstlerisch umgesetzt. Es entstanden Zeichnungen, Hörspiele und kreative Texte. Zwei weitere Workshops befassten sich mit der Topografie der Emslandlager und dem Leben dort. Im handwerklichen Bereich wurde Holzbesteck, das früher in den Lagern üblich war, mit den Schülern hergestellt. Im Bereich Metallverarbeitung wurden Rosen erstellt.

Die Siebtklässler bemalten indes Steine, die an die sogenannten „Stolpersteine“ erinnern sollen. Die fünften Klassen befassten sich mit dem Leben von Erna de Vries, während im Jahrgang 6 das Thema Ausgrenzung und Mobbing behandelt wurde. Für die Neuntklässler stand ein Besuch der Gedenkstätte in Esterwegen auf dem Programm. Die zehnten Klassen befassten sich mit dem Thema Rechtsextremismus und Zivilcourage. Zwei Beamte der Kriminalpolizei aus Lingen führten einen Workshop zum Thema „Gegen Rechts“ durch.  

Foto: Erna-de-Vries-Schule Lathen

Der Höhepunkt des Tages stellte der Besuch von Erna de Vries dar. Anlässlich ihres 96. Geburtstages bereitete die Schule eine kleine Feierstunde in der Turnhalle vor. Mit allen zusammen wurde ihr ein Geburtstagsständchen gesungen. Eine Klasse der Grundschule sang das Lied „Shalom Chaverim“, was so viel bedeutet wie „Friede sei mit euch, Freunde!“. Eine Schülerin aus dem zehnten Jahrgang spielte das Menuet von Johann Sebastian Bach auf ihrer Geige. Mit Dankesworten der Altersjubilarin endete die Feier.

Der Projekttag habe nach Angaben der Schule allen Beteiligten gezeigt, wie wichtig das Gedenken an den Holocaust ist und Zeitzeugen wie Erna de Vries unersetzlich dafür sind. Immer wieder stelle sich die Frage, wie man Schülern das Thema vermitteln kann. Der Tag habe die Schüler sensibel gemacht und sie auf verschiedene Weise an das Thema herangeführt.


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