Austausch in Niederlangen Wie die heimische Tier- und Pflanzenwelt geschützt werden kann

Von pm

Eine Feldlerche. Foto: Oliver BorchertEine Feldlerche. Foto: Oliver Borchert

Niederlangen. Im Bürgerhaus „Alte Schule“ in Niederlangen hat Forstingenieur Thomas Schomaker aus Werlte im Rahmen des 9. Niederlangener Heimat- und Naturfreundetages über den Naturschutz im Einklang mit Jägern und Landwirten referiert.

Die Jagdhornbläser des Hegerings Lathen eröffneten den Abend, zu dem der Arbeitskreis historische Land- und Forstwirtschaft des lokalen Heimatvereins eingeladen hatte. Das Thema sei von den verantwortlichen Akteuren um Hubert Albers und seinem Team nach eigenen Angaben bewusst gewählt worden.

Bestände deutlich geschrumpft

Nach Mitteilung des Veranstalters beobachten Natur- und Heimatfreunde seit geraumer Zeit die negative Entwicklung der heimischen Tier- und Pflanzenwelt. Derzeit würde es in der Lebensqualität für Feldtiere, wie Rebhühner, Fasane, Feldlerchen, Kiebitze, Brachvögel, Störche, Schmetterlinge und einige Froscharten erhebliche Defizite geben. Bestände der Tiere in der Feldflur seien in den vergangenen Jahren deutlich geschrumpft, einige seien vom Aussterben bedroht.

Referent Thomas Schomaker aus Werlte. Foto: Anika Boerries

Wie Referent Schomaker ausführte, habe sich aus dieser Sorge heraus der Biotop-Fonds Jägerschaften Emsland / Grafschaft Bentheim gegründet, um zielorientierte Maßnahmen in der Fläche umzusetzen. Er zähle derzeit 5421 Mitglieder, die sich auf eine Fläche von 342.748 Hektar verteilen. 

Biologische Vielfalt erhalten

Wie Schomaker weiter mitteilte, will der Biotop-Fonds mit verschiedenen Maßnahmen zum Erhalt der biologischen Vielfalt beitragen. Der anhaltenden Entwicklung soll mit Biotop-Verbesserungsmaßnahmen entgegengewirkt werden. Als Beispiele nannte er das Biotopvernetzen, ein nachhaltiges Handeln in Bezug auf Tier- und Pflanzenwelt, das Anlegen von Rückzugs- und Saumflächen, ein Ansäen von einjährigen Blühstreifen, Prädatoren-Kontrolle, die Verhinderung eines Mähtodes, das Anbringen von Nisthilfen und Insektenhotels sowie die Anlage von Gewässern und Hage-Büschen und die Wiederherstellung von Wegeseitenräumen und Gewässerrandstreifen.

Für die Landbevölkerung und die Mitglieder des Biotop-Fonds gebe es nach Angaben des Referenten einiges tun. Unter den Zuhörern entwickelte sich im Anschluss eine lebhafte Diskussion, die die Ausführungen von Schomaker in vielen Punkten unterstrich.


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