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05.05.2019, 17:45 Uhr KOMMENTAR

Motorradgottesdienst Oberlangen: Ritual, das dem Image aller Biker hilft

Ein Kommentar von Maike Plaggenborg


Nach dem Motorradgottesdienst machten sich die etwa 470 Biker auf zu einer 45 Kilometer langen Korsofahrt. Foto: Insa PölkingNach dem Motorradgottesdienst machten sich die etwa 470 Biker auf zu einer 45 Kilometer langen Korsofahrt. Foto: Insa Pölking

Oberlangen. Rund 470 Motorradfahrer haben sich in Oberlangen zum Motorradgottesdienst getroffen, bei dem sie Jahr für Jahr den kirchlichen Segen bekommen und immer selbst spenden. In 2019 zugunsten er Elterninitiative Kinderkrebs. Die Aktion, die in diesem Jahr zum 17. Mal stattfindet, ist ein großartiges Ritual, das dem Image aller Biker zugute kommt. Ein Kommentar.

Man mag ja von Motorradfahrern zunächst einmal halten, was man möchte. Der Effekt, der jährlich mit dem Motorradgottesdienst in Oberlangen einhergeht, ist durchweg positiv.

Kaum rücken die Temperaturen alljährlich in Richtung Frühling in einen brauchbaren zweistelligen Bereich, geht sie wieder los: Zum einen die Lärmbelästigung durch Motorradfahrer und ihre aufheulenden Maschinen, bei denen mitunter mehr als nur der Motor durchzudrehen scheint. Denn die Geschwindigkeit, mit der manche nicht nur über Landstraßen, sondern auch durch Ortschaften rasen, ist unverantworlich – sich selbst und vor allem anderen Verkehrsteilnehmern gegenüber. Jahr für Jahr belegen das die Unfallmeldungen, zu denen in der Saison auch immer wieder tödliche dazukommen.

Nicht zuletzt ist die Gefahr auch deshalb groß, weil Motorradfahrer relativ ungeschützt im Straßenverkehr unterwegs sind. Es ist durchaus eine Glaubensfrage, ob einem ein kirchlicher Segen beim Thema Sicherheit hilft. Immer hilfreich ist ganz bestimmt Eigenverantwortung.

Dem Image aller Biker kommt sicherlich die inzwischen 17. Aktion zugute, bei der sie gemeinsam Spenden sammeln, die in jedem Jahr an eine andere Organisation gehen. Ein rundum großartiges Ritual, das auf dem besten Wege ist, das Attribut „traditionell“ zu bekommen.


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