Über Ausbildungsmöglichkeiten 58 Unternehmen informieren Schüler in Lathen

Von Anna Heidtmann


heid Lathen. Auf der Ausbildungsbörse an der Erna-de-Vries-Schule in Lathen haben zahlreiche Jugendliche und ihre Eltern die Möglichkeit genutzt, sich einen Überblick über die vielfältigen Berufswahlmöglichkeiten zu verschaffen und erste Kontakte zu knüpfen. Die Veranstaltung wurde von der Oberschule in Kooperation mit der Samtgemeinde Lathen sowie der Marketing- und Tourismusgenossenschaft der Emsgemeinde organisiert.

Insgesamt 58 Handwerks- , Einzelhandels- und Industriebetriebe, Behörden, Banken oder Verbände aus der Samtgemeinde Lathen und Umgebung präsentierten den künftigen Berufsanfängern mit etwa 50 verschiedenen Ausbildungsberufen das breite Spektrum an Möglichkeiten, welches sich ihnen nach dem Schulabschluss eröffnet. Vor Ort waren sowohl Unternehmensinhaber als auch deren Mitarbeiter oder Auszubildende.

Eltern geben oftmals „den letzten Kick“

An ihren Ständen beantworteten sie den 230 Schülern der Klassen acht bis zehn sowie allen weiteren Interessierten Fragen wie schulische Voraussetzungen, Ausbildungsinhalte, Praktika oder auch Aufstiegsmöglichkeiten. Viele der jungen Menschen waren in Begleitung ihrer Eltern gekommen. „Das ist sehr wichtig, denn sie nehmen Einfluss auf die Entscheidung ihrer Kinder und geben oftmals den letzten Kick“, sagte Wilfried Hebbelmann von der Samtgemeinde Lathen.

Betriebe bauen praktischen Bezug ein

Die seit 2005 alle zwei Jahre stattfindende Ausbildungsbörse hat sich nach den Worten von Lehrerin Verena Huntemann im Laufe der Zeit sehr verändert. „Viele Betriebe bauen mittlerweile an ihren Ständen einen praktischen Bezug ein“, so die für den Bereich Berufskoordination zuständige Lehrerin. Durch Ausprobieren, Drehen, Schrauben oder Messen an Geräten erhielten die Jugendlichen ein erstes Gespür für einen Beruf, fügte sie hinzu. Einige Aussteller legten sogar die künftigen Verdienstmöglichkeiten aus. „Viele fragen danach, und ist es ja kein Geheimnis - wir sind tariflich gebunden“, sagte Gerd Hermes von der Firma Rögelberg Getriebe aus Meppen.

Auch für kleinere Unternehmen

Die Betriebe haben nach Aussage von Gabi Kremer, Ausbildungsleiterin der Samtgemeinde Lathen, nach wie vor ein großes Interesse an der Ausbildungsbörse. „Es ist in erster Linie eine lokale Ausbildungsbörse, und wir legen Wert darauf, dass gerade auch kleinere Betriebe die Möglichkeit haben, sich zu präsentieren“, so Kremer. Das Modell Ausbildungsbörse und die damit verbundene Verzahnung von Schule, Kommune und Unternehmen verglich Schulleiter Ralf Haustein mit einem Kuckucksnest, „aus dem niemand herausfällt“. Das Projekt sei ein Beispiel dafür, dass das Emsland jungen Menschen die Möglichkeit gebe, sich zu entwickeln und irgendwann auf eigenen Beinen stehen zu können.


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