Insgesamt 24 Plätze mietbar Senioren-WGs in Niederlangen und Lathen fertig

Fertiggestellt: Die Senioren-Wohngemeinschaft "Haus Vita" in Lathen ist "technisch fertig", wie Investor Gerrit Terfehr sagt. Das Haus ist angedockt an das "Haus Simeon" der Caritas. Foto: Maike PlaggenborgFertiggestellt: Die Senioren-Wohngemeinschaft "Haus Vita" in Lathen ist "technisch fertig", wie Investor Gerrit Terfehr sagt. Das Haus ist angedockt an das "Haus Simeon" der Caritas. Foto: Maike Plaggenborg

Lathen. Schöner wohnen zu zwölft: Das Bauunternehmen Terfehr hat die Wohngemeinschaft (WG) für Senioren am Haus Simeon in Lathen fertiggestellt. Zwei weitere WGen in Niederlangen und Dörpen sind ab sofort, eine weitere in Dörpen ab dem 1. April bezugsfertig. Insgesamt kommt das Rheder Unternehmen damit auf acht ambulant betreute Objekte.

Die WG in Lathen bezeichnet Gerrit Terfehr, Geschäftsführer des Bauunternehmens Günter Terfehr, als "baulich fertig". Drei Interessenten gebe es derzeit konkret. Einziehen könnten die "vielleicht schon im März", spätestens aber im April, sagt Norbert Fehrmann, Geschäftsführer und Pflegedienstleiter des Lathener Pflegedienstes Salutas. Dieser leistet – zunächst für ein halbes Jahr – die ambulante Betreuung der Menschen im "Haus Vita", rund um die Uhr. "Der Gesetzgeber schreibt vor, dass der Pflegedienst halbjährlich neu gewählt werden muss", sagt Terfehr – und zwar einstimmig. Die Bewohner entscheiden selbst, welchen Anbieter sie wollen. Das Bauunternehmen trete lediglich als Vermieter auf. Verträge bestehen zwischen Bewohner und Vermieter sowie zwischen Bewohner und Pflegedienst.


Das Konzept der Senioren-Wohngemeinschaft sowie das Objekt selbst haben (von links) Kirsten Terfehr, Gerrit Terfehr, Susanne Lange (Fa. Terfehr) sowie Norbert Fehrmann und Hermann Eiken vom Pflegedienst Salutas vorgestellt. Foto: Maike Plaggenborg


Ebenfalls auf Bewohnerseite liege die freie Tagesgestaltung. Die Senioren selbst bestimmen, wann sie aufstehen, essen, wer wann zu Besuch kommt. Zusätzlich zum Pflegepersonal gebe es Hauswirtschaftskräfte. Im Haushalt dürfen die Bewohner mitmachen, erklärt Terfehr weiter, "müssen sie aber nicht". Wer in die WG einziehe, entscheiden Vermieter, Pflegedienst und der Angehörigenfürsprecher gemeinsam. Der Angehörigenabend biete Raum zum Besprechen von Problemen über Reparaturen bis hin zur Planung von gemeinsamen Ausflügen oder Festen.

Das "Haus Marie" in Niederlangen ist ebenfalls fertig und bezugsbereit. Foto: Maike Plaggenborg

Grundsätzlich gilt: "Es gibt keine Klientel, die hier nicht einziehen kann". Allerdings sei, so Terfehr, die Zahl der Bewohner auf maximal zwölf begrenzt – in Einzelzimmern. Andernfalls würde eine gesetzliche Heimaufsicht fällig werden.

Baustart für das 1,4 Millionen teure Projekt in Lathen war im März 2018, wie der Geschäftsführer sagt. Seinerzeit war das der Startschuss für ein Vorhaben mit zwei Bauabschnitten. Wenn es sich im Haus Vita bis voraussichtlich Herbst "eingewohnt" und sich das ebenbürtige, bezugsfertige Projekt in Niederlangen, das bis Mai komplett sein soll, etabliert haben, könne es an den zweiten Bauabschnitt gehen. Der beinhaltet eine zweite Senioren-WG in Lathen. Terfehr sagt: "Die Baugenehmigung liegt vor". Umgesetzt werden könnte der Bau im Laufe des Jahres 2020. 


So soll die Anlage in Lathen aussehen, wenn beide Bauabschnitte umgesetzt sind. Grafik: Architekturbüro Eden


Pflegedienst Salutas statt – wie geplant – die Caritas

Zusätzlich zum Haus Vita hat Terfehr die Sozialstation als Zwischenbau mit einer Größe von 100 Quadratmetern errichtet und langfristig an die Caritas vermietet, wie er sagt. Sie leitet das dort ansässige Haus Simeon und verwalte ihren Pflegedienst von dort. Ursprünglich war geplant, dass die Caritas die Pflege sowohl in Lathen als auch im Niederlangener Haus Marie übernehme. "Wir haben an beiden Häusern die Zusammenarbeit beendet", sagte Antonius Otten, Geschäftsführer der Simeon Pflege GmbH dazu. Wie Otten nannte auch Terfehr keinen konkreten Grund: "Wir haben uns im gegenseitigen Einvernehmen getrennt."

 Auch im mit 1,5 Millionen Euro ähnlich teuren Projekt in Niederlangen werde der Pflegedienst Salutas die Bewohner in den ersten sechs Monaten betreuen. Pro Haus, so Fehrmann, werde der Dienst zehn bis 15 neue Mitarbeiter einstellen. Für die derzeit 49 Kräfte starke GmbH werde die Betreuung im Haus Vita in Lathen die erste in einer Senioren-WG sein.

Die Grafik zeigt die Senioren-Wohngemeinschaften "Haus Leni" und "Haus Frida" (Fa. Terfehr). Im Gebäude, das an der Lönsstraße liegt, soll ein dreigeschossiges Giebelhaus mit sechs Zwei-Zimmer-Wohnungen für betreutes Wohnen entstehen (Pflegedienst Villa Savelsberg). Grafik: Eden Architekten


Weitere Neustarts in Sachen Wohngemeinschaft verzeichnet Terfehr in Dörpen. In der Anlage "Wohnen in Lönspark" eröffnete das "Haus Leni" zum 1. Februar, das benachbarte Haus Frida öffnet zum 1. April. Beide Objekte sind Teil eines Altenwohn-Komplexes auf 5000 Quadratmetern. Mit einer Investitionssumme von insgesamt sieben Millionen Euro errichteten das Rheder Bauunternehmen neben den zwei Senioren-WGen auch eine Tagespflege und der Mitinvestor – der Pflegedienst Villa Savelsberg – ein dreigeschossiges Giebelhaus mit sechs Zwei-Zimmer-Wohnungen für betreutes Wohnen. 

Die erste Senioren-WG, die Terfehr errichtete, startete 2012 in Rhede ("Haus Salus"). Weitere bestehen in Surwold ("Haus Greta") und Papenburg ("Haus Edith"). Auch diese Objekte werden vom Dienst Villa Savelsberg betreut.


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