Menschen im Kongo helfen Lathener Kolpingsfamilie ruft zu Handyspenden auf

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Die ersten Handyspender in Lathen: Das Foto zeigt (von links) Erika und Wilhelm Behrens, Heinz Niehaus, Hermann Husen, Helmut Wilkens und Hermann Althüser. Foto: Kolpingsfamilie LathenDie ersten Handyspender in Lathen: Das Foto zeigt (von links) Erika und Wilhelm Behrens, Heinz Niehaus, Hermann Husen, Helmut Wilkens und Hermann Althüser. Foto: Kolpingsfamilie Lathen

Lathen. Zur Spende ausrangierter und nicht mehr gebrauchter Handys ruft die Kolpingsfamilie St. Vitus in Lathen auf. Die Kolpinger unterstützen damit eine Aktion des katholischen Hilfswerkes „Missio“. Das Hilfswerk sammelt diese Handys, recycelt sie und unterstützt mit dem Geld Menschen im Ostkongo.

Zinn, Wolfram, Coltan, Gold, Kupfer, Eisen und Aluminium – einer Mitteilung der Kolpingsfamilie zufolge wissen die meisten vermutlich gar nicht, was sie alles in ihrer Handtasche oder in der Hosentasche mit sich tragen. All diese Metalle stecken in Mobiltelefonen. Oft werden die Materialien für die Handyproduktion den Kolpingern zufolge unter lebensgefährlichen Umständen gewonnen. Die Menschen riskieren in den schlecht gesicherten Stollen, die sie nur mit Schaufeln und Taschenlampen betreten, ihr Leben. Die Chemikalien, mit denen die Erze ausgewaschen werden, zerstören die Umwelt und gefährden die Gesundheit der Arbeiter. Außerdem liefern sich häufig Rebellengruppen Kriege um die Vorherrschaft in den Abbaugebieten. Das katholische Hilfswerk „Missio“ will diesen Kreislauf aus Gewalt und Umweltzerstörung durchbrechen und ruft dazu auf, alte Handys zu spenden.

Wertvolle Rohstoffe gewinnen

Die gespendeten Handys werden nach Angaben der Lathener Kolpingsfamilie recycelt, um die wertvollen Rohstoffe zu gewinnen. Ein Anteil des Erlöses geht zu gleichen Teilen an „Missio“ und das Kolpingwerk Deutschland. Das Kolpingwerk unterstützt mit seinem Anteil die Bewusstseinsbildung für die Bekämpfung von Fluchtursachen, „Missio“ finanziert mit seinem Anteil Hilfsprojekte im Kongo.

Annahmestellen eingerichtet

Nicht mehr gebrauchte und auch defekte Handys können in Aktionstüten gepackt und bei Annahmestellen abgegeben werden. Den Kolpingern zufolge werden zunächst die Handys geprüft und noch verbliebene persönlichen Daten gelöscht. Handys bei denen es sich lohnt, werden repariert und innerhalb Europas zum Verkauf angeboten. Was nicht zu reparieren ist, wird an eine Recyclingfirma weitergegeben, die die wertvollen Minerale und Metalle herausholt und in den Wertstoffkreislauf zurückführt.

Preise werden verlost

Für weitere Informationen steht Hermann Althüser von der Lathener Kolpingsfamilie als Ansprechpartner zur Verfügung. Annahmestellen für ausrangierte Handys wurden im Pfarrbüro der Kirchengemeinden St. Vitus, St. Antonius Lathen-Wahn (Briefkasteneinwurf am Jugendheim), St. Antonius Renkenberge und St. Bartholomäus Wippingen eingerichtet. Auch das Bürgerbüro der Gemeinde Lathen nimmt Mobiltelefone im Rathaus entgegen.

Unter allen Einsendern verlost „Missio“ Preise. Teilnahmebedingungen und weitere Informationen stehen auf den Spendentüten, die in den Pfarrgemeinden und der Gemeinde Lathen ausliegen und mittwochs am „Faire-Welt-Stand“ auf dem Lathener Wochenmarkt ausgegeben werden.


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