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25.01.2019, 18:40 Uhr KOMMENTAR

Zur Lathener SG-Bürgermeisterwahl: Profil schärfen

Ein Kommentar von Gerd Schade


Einen Achtungserfolg feierte Ernst Kock (links) bei der Samtgemeindebürgermeisterwahl 2011, als er 40,04 Prozent der Stimmen holte. Amtsinhaber blieb Karl-Heinz Weber. Foto: Aloys Schulte/ArchivEinen Achtungserfolg feierte Ernst Kock (links) bei der Samtgemeindebürgermeisterwahl 2011, als er 40,04 Prozent der Stimmen holte. Amtsinhaber blieb Karl-Heinz Weber. Foto: Aloys Schulte/Archiv

Lathen. Mit nunmehr zwei Bewerbern für den Posten des hauptamtlichen Bürgermeisters für die Samtgemeinde Lathen haben die Wähler nun eine echte Wahl. Das ist gut für die Demokratie. Ein Kommentar.

Erst kam von der SPD lange nichts und nun geht es Schlag auf Schlag: Eine Woche nach der Bekanntgabe der überraschenden Bewerbung von Vanessa Gattung aus Papenburg als Landratskandidatin zaubern die Sozialdemokraten den nächsten Aspiranten aus dem Hut.

Gemeinsam mit den Grünen heben sie mit Ernst Kock einen Kandidaten für die Bürgermeister-Wahl in der Samtgemeinde Lathen auf den Schild. Anders als bei Gattung tritt hier ein erfahrener Kommunalpolitiker im Wettstreit mit Helmut Wilkens (CDU) um die Nachfolge von Amtsinhaber Karl-Heinz Weber an. Und anders als in der Samtgemeinde Dörpen, wo es bisher nur einen Kandidaten gibt, haben die Wähler in Lathen, Fresenburg, Renkenberge, Sustrum, Nieder- und Oberlangen am 26. Mai jetzt eine echte Wahl. So sollte es in einer funktionierenden Demokratie immer sein.

Dass sich SPD und Grüne von Kocks Achtungserfolg bei seiner ersten Kandidatur vor acht Jahren Rückenwind versprechen, ist nachvollziehbar. Das allein wird aber nicht reichen. Jeder Bewerber ist ab sofort gefordert, sein Profil zu schärfen und den Menschen klar zu sagen, wie sie die Samtgemeinde voranbringen wollen, wofür sie stehen – und wofür nicht.


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