Porträt-Serie „Der rote Faden“ Oberlangener ist fasziniert von alten Fahrzeugen

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Den roten Faden unserer gleichnamigen Porträt-Serie hat Engelbert Rüterjans aus Oberlangen entgegengenommen. Foto: Susanne Risius-HartwigDen roten Faden unserer gleichnamigen Porträt-Serie hat Engelbert Rüterjans aus Oberlangen entgegengenommen. Foto: Susanne Risius-Hartwig

Oberlangen. Im Leben von Engelbert Rüterjans aus Oberlangen hat der „Dienst am Nächsten“ einen festen Platz. Als Ratsherr arbeitet er an der Entwicklung der Gemeinde mit und bringt für die Kirchengemeinde Kranken die Kommunion ins Haus. Fasziniert ist er indes von alten Fahrzeugen.

Geboren wurde er in Dörpen, aufgewachsen ist Rüterjans in Heede als zweitältester Sohn der Familie Connemann. Seine Eltern bewirtschafteten einen landwirtschaftlichen Betrieb. Der Emsländer erinnert sich: „Mein Vater hatte noch einen Milch-Fuhrwagen mit Pferdegespann. Auch an die ersten Trecker kann ich mich erinnern.“ Alte Fahrzeuge faszinieren Rüterjans bis heute: „Ich sammele Oldtimer-Trecker. Und zwar solche, die aus meiner Heimat kommen und die ich während meiner Ausbildung schon repariert habe.“ Auch beruflich zog es den jungen Mann nach dem Besuch der Grund- und Hauptschule in Heede und Dörpen in diese Richtung und er entschied sich, ein Berufsgrundbildungsjahr in Papenburg mit der Fachrichtung Landmaschinen-Mechaniker zu absolvieren. Mit 18 Jahren hatte Rüterjans nach vorzeitiger Gesellenprüfung den Gesellenbrief in der Tasche.

Als Kommunionhelfer tätig

Zehn Jahre arbeitete der Emsländer als Maschinenführer bei Kolbenschmidt in Papenburg, zehn weitere als Maschinenschlosser bei Ems-Kabel in Lathen und noch einmal zehn Jahre bei der Firma Hagebau in Haren als Verkäufer für Gartengeräte. „Da habe ich viel gelernt. Aus dieser Arbeit ist dann mein eigener Betrieb als Landschaftsgärtner entstanden“, erzählt Rüterjans. Zuerst als Nebenerwerb, ab 2010 als Vollerwerbs-Betrieb. Inzwischen beschäftigt er fünf Mitarbeiter.

Wenn er nicht arbeitet, engagiert sich Rüterjans in der Kirche. Seit vielen Jahren ist er Kommunionhelfer in der Gemeinde St. Laurentius in Oberlangen. „Ich bringe Kranken die Kommunion ins Haus an den Feiertagen und außer der Reihe.“ Eine kleine Andacht und ein Gebet seien den Menschen wichtig, berichtet der Oberlangener. Etwa alle vier Wochen einmal ist er für diesen Dienst eingeteilt. „Ich gehe gerne mit alten Leuten um. Die Kommunion zu bringen liegt mir.“ Wenn er da ein Lächeln geschenkt bekomme, mache ihn das glücklich.

Repräsentative Aufgaben

Der Glaube ist eine feste Größe in seinem Leben, betont Rüterjans. 13 Jahre sei er Messdiener in Heede gewesen. Später habe er selber Messdiener mit ausgebildet. Seit 2015 ist Engelbert Rüterjans zweiter stellvertretender Bürgermeister in der Gemeinde Oberlangen. Repräsentative Aufgaben übernehme er gerne zum Beispiel Besuche zu Goldenen Hochzeiten und 80. Geburtstagen. Und er diskutiere gerne über Politik.

Und was waren noch wichtige Daten in seinem Leben? Die eigene Hochzeit antwortet der Oberlangener. In einen landwirtschaftlichen Betrieb hat er damals eingeheiratet und den Namen seiner Frau angenommen, damit der „am Hof bleibt“, wie Rüterjans es ausdrückt. Drei erwachsene Kinder hat das Paar.

Lieblingsinsel Teneriffa

Auch ein wichtiges Jahr war 1994. Seit dem sei er trockener Alkoholiker. „Ich gehe da offen mit um, alle wissen es.“ Es fehlt ihm nichts, betont Rüterjans und vom Feiern hält es ihn nicht ab. „Es ist immer ein Platz für uns reserviert, wenn es ein Fest gibt. Man kann toll drauf sein ohne Alkohol!“ Den Beweis habe er 2004 als Oberlangener Schützenkönig angetreten, schwärmt er: „Späßchen mit den Musikern gemacht bis die Leute auf den Tischen standen, es war super.“ Die Rüterjans reisen gerne zu ihrer Lieblingsinsel Teneriffa. Außerdem sind sie stolze Großeltern eines Enkelkindes, das im Februar ein Jahr alt wird.


Der rote Faden

Was zieht sich wie ein roter Faden durch Ihr Leben? Dieser Frage gehen wir in unserer Porträtreihe nach. Gleichzeitig verfolgen wir den roten Faden, der sich durch unsere Region zieht und Menschen verbindet, die einander schätzen, bewundern, interessant oder überraschend finden. Die Menschen, die hier porträtiert werden, entscheiden selbst, an wen sie den roten Faden weitergeben. Heute nimmt Engelbert Rüterjans den Faden von Wolfgang Gehrs l aus Lathen entgegen.

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