Mit Traumergebnis nominiert So will der Lathener CDU-Bürgermeisterkandidat punkten



Lathen. Mit einem Traumergebnis schickt die CDU der Samtgemeinde (SG) Lathen Helmut Wilkens in das Rennen um die Nachfolge des hauptamtlichen SG-Bürgermeisters Karl-Heinz Weber (CDU). Der 56-Jährige verspricht, sich mit ganzer Kraft und vor allem bürgernah für die Belange der Kommune einzusetzen.

Besser geht es nicht: Bei seiner offiziellen Nominierung am Mittwochabend in der Gaststätte „Zur Emsbrücke“ in Niederlangen stimmten alle 58 anwesenden der insgesamt knapp 180 CDU-Mitglieder des SG-Verbandes für Wilkens. Das war seinen Parteifreunden Jens Willerding (Rhede) und Hermann Wocken (Dörpen), die sich in ihren Kommunen ebenfalls am 26. Mai 2019 zur Wahl des hauptamtlichen Verwaltungschefs stellen, nicht gelungen. Alle drei waren die jeweils einzigen Kandidaten der örtlichen CDU-Verbände. Entsprechend überwältigt und nach eigenen Worten „gerührt“ zeigte sich Wilkens nach dem 100-Prozent-Votum, das die Versammlung mit stehenden Ovationen quittierte.

Schon vor über einem Jahr festgelegt

Die Lathener hatten sich bereits vor über einem Jahr auf Wilkens als Nachfolger für Weber festgelegt, der mit Ablauf der Wahlperiode am 31. Oktober 2019 in den Ruhestand wechseln wird. CDU-SG-Vorsitzender Bernd Meyer bescheinigte dem Kandidaten außer einem hohen Maß an Verwaltungserfahrung eine gute Vernetzung in der Bevölkerung. Wilkens, verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Kindern, ist seit drei Jahren als Kämmerer und stellvertretende Gemeindedirektor im Lathener Rathaus tätig. Zuvor arbeitete der Diplomverwaltungswirt und -kaufmann im Landesdienst für die Justizvollzugsbehörden, zuletzt in der Justizvollzugsanstalt Lingen. Wilkens ist gebürtiger Niederlangener, wohnt im Lathener Ortsteil Dünefehn, wo er Vorsitzender des Schützenvereins ist. Zudem stellte er sich als passionierter Jäger und Hundeliebhaber vor.

Für feste Bürgersprechstunde

Als SG-Bürgermeister will er nach eigenem Bekunden vor allem Bürgernähe praktizieren, betonte Wilkens. Demnach soll es feste Bürgersprechstunden geben, auch und gerade für die kleinen Anliegen der Bevölkerung sei ein offenes Ohr wichtig. Er verstehe Verwaltung als Ermöglichungs- und nicht als Verhinderungsbehörde.

Das Amt des Verwaltungschefs „erfordert den ganzen Menschen mit Herz und Verstand“, sagte Wilkens und sprach von einer sehr spannenden Aufgabe mit hoher Verantwortung. Was die SG mit Weber an der Spitze erreicht habe, „kann sich wirklich sehen lassen“. Ob Bildungslandschaft mit Kitas und Schulen oder örtliche Nahversorgung – „die Samtgemeinde steht gut da“. Auch die Steuerkraft der Mitgliedsgemeinden habe sich gut entwickelt, die CDU sei in Vereinen und Verbänden und damit im Ehrenamt sehr präsent. Mit Sicherheit werde er Bewährtes „nicht alles über den Haufen werfen“, versprach der Kandidat.

Bislang einziger Bewerber

„Lathen weiter lebenswert gestalten“ – dieses Motto solle sich wie ein roter Faden durch sein Wahlprogramm ziehen, betonte Wilkens, der bislang der einzige Kandidat für die Weber-Nachfolge ist. Sorgen bereite ihm der Rückgang der Gastronomie, in Sachen Stadtmarketing habe die SG „mit überwältigender Natur“ noch enormes Entwicklungspotenzial. Veranstaltungstermine könnten aus seiner Sicht besser koordiniert werden, beispielsweise in Form eines Runden Tisches. Mit Spannung erwarte er zudem das Ergebnis der Machbarkeitsstudie für ein Hallenbad in Lathen. In Sachen Digitalisierung, Stärkung der Schul- und Kitalandschaft sowie Erhalt der medizinischen Grundversorgung werde er am Ball bleiben, versicherte Wilkens. Ein weiteres Anliegen sei ihm die Stärkung der familiengeführten Landwirtschaft und des Ehrenamtes. Was beispielsweise die Freiwilligen Feuerwehren beim Moorbrand auf dem Bundeswehrschießgelände geleistet hätten, könne gar nicht hoch genug bewertet werden.

„Wolf ins Jagdrecht aufnehmen“

Weitere Themen in Wilkens’ Bewerbungsrede waren Mobilität (Erhalt und Aufwertung von Lathen als Bahnhaltepunkt), Infrastruktur („passgenauer“ Öffentlicher Personennahverkehr, Sanierung der Landesstraßen/Ortsdurchfahrten in Ober- und Niederlangen), die Möglichkeiten zur wohnbau- und gewerblichen Entwicklung aller Mitgliedsgemeinden sowie die Forderung nach Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht. Erfreut zeigte sich Wilkens über eine niedrige Kriminalitätsrate in der SG, was er nicht zuletzt auf eine aufmerksame Nachbarschaft zurückführte. „Das ist ein guter Einbruchschutz“, so Wilkens.


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