Kommune übernimmt Mehrkosten Schulessen in der Samtgemeinde Lathen wird teurer

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An die Schulen in der Samtgemeinde Lathen, hier die Erna-de-Vries-Schule in Lathen, werden jährlich 16.200 Essen ausgegeben. Foto: Gerd SchadeAn die Schulen in der Samtgemeinde Lathen, hier die Erna-de-Vries-Schule in Lathen, werden jährlich 16.200 Essen ausgegeben. Foto: Gerd Schade

Lathen. Das Schulessen in der Samtgemeinde (SG) Lathen wird teurer. Den Großteil der Mehrkosten wird die Kommune tragen – jährlich rund 11000 Euro. Dafür hat sich der Schulausschuss der SG mit einer überwältigenden Mehrheit bei einer Gegenstimme ausgesprochen.

Das Mittagessen für die Schulen in der SG wird vom Haus St. Marien zubereitet. Jahrelang kostete es 2,80 Euro pro Mahlzeit, seit dem 1. Oktober 3,20 Euro. Bezahlt haben dies bislang zu 100 Prozent die Eltern.

Wie Wilfried Hebbelmann von der SG-Verwaltung (Fachbereich Steuern und Service) in der Ausschusssitzung am Donnerstag weiter ausführte, lassen sich die Kosten damit aber nicht decken. Nach seinen Worten kostet ein Essen durchschnittlich 3,88 Euro. Das habe eine Kostenermittlung im Haus St. Marien ergeben. Daher sei die SG um Prüfung gebeten worden, ob sie sich an den Kosten beteiligen könne.

An der Erna-de-Vries-Schule in Lathen (Grund- und Oberschule) sowie in den Grundschulen Fresenburg, Ober-/Niederlangen, Sustrum-Moor sowie Renkenberge/Wippingen werden Hebbelmann zufolge jährlich 16200 Essen ausgegeben. Das macht bei einer aktuellen Deckungslücke von 68 Cent pro Mahlzeit ein Jahresdefizit von etwas mehr als 11000 Euro, rechnete Hebbelmann vor.

Die Schulen sind nach seinen Worten mit dem Essen aus dem Haus St. Marien sehr zufrieden. Es sei nahrhaft, vitamin- und abwechslungsreich. Von den Ausschussmitgliedern, darunter auch Lehrervertreter, gab es keinen Widerspruch.

Lehrervertreterin Sylvia Meutstege regte allerdings an, die Getränkeversorgung zu überdenken. Nach ihrer Darstellung würden mit den Schulessen Trinkpäckchen samt Plastikstrohalm geliefert. „Das ist weder nahrhaft, noch gesund und schon gar nicht umweltverträglich“, sagte Meutstege auch im Hinblick auf die aktuelle Debatte zur Vermeidung von Plastikmüll. Sie sprach sich dafür aus, Wasser auszugeben. Das sei nicht nur gesünder, sondern auch kostengünstiger.

Die Samtgemeindeverwaltung wird nach dem Willen des Ausschusses diesbezüglich Kontakt mit dem Haus St. Marien aufnehmen.


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