Ladesäulen öffentlich nutzbar Lathener Unternehmen nahezu energieautark

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Symbolisch in Betrieb nahmen (von links) Projektleiter Frank Jülke, Hermann Schmees, Helmut Rüschen, Betriebsleiter Harald Post sowie Michael Meyering eine von zwei Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Foto: Holger KeuperSymbolisch in Betrieb nahmen (von links) Projektleiter Frank Jülke, Hermann Schmees, Helmut Rüschen, Betriebsleiter Harald Post sowie Michael Meyering eine von zwei Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Foto: Holger Keuper

Lathen. Das Lathener Unternehmen Rüschen, tätig in den Bereichen Entsorgung und Rohstoffhandel, hat ein Energiekonzept umgesetzt und ist nach eigenen Angaben nun nahezu energieautark.

Einer Pressemitteilung zufolge wurden auf einer Fläche von knapp 2500 Quadratmetern an den Unternehmensstandorten Hermann-Kemper-Straße und Gerhard-Hugenberg-Straße insgesamt 935 Hochleistungssolarmodule auf Dachflächen verbaut, die eine Gesamtstromleistung von 286 Kilowatt erbringen. Ergänzt wird die Anlage durch einen Stromspeicher.

„Eine Investition in die Zukunft“

„Für uns war dies eine Investition in die Zukunft, um weitgehend unabhängig von immer höheren Energiekosten zu werden“, begründet Geschäftsführer Helmut Rüschen die Investitionsentscheidung, zu deren Höhe in der Mitteilung keine Angaben gemacht werden. In das Energiekonzept, das die Werlter Nordwest-Gruppe entwickelt und umgesetzt habe, wurden auch zwei Ladesäulen für die Betankung von Elektrofahrzeugen implementiert, die während der Öffnungszeiten des Unternehmens auch der Öffentlichkeit zum unentgeltlichen „Tanken“ zur Verfügung stehen. „Da es sich hier um eine halböffentliche Ladeinfrastruktur handelt, wurde die Errichtung der Ladesäulen auch vom Landkreis Emsland finanziell unterstützt“, so Rüschen weiter.

Absichern gegen steigende Energiekosten

Aber nicht nur der Umwelt- und Klimaschutz seien ausschlaggebend für die Investition gewesen, sondern auch wirtschaftliche Überlegungen. „Wir sichern das Unternehmen nicht nur gegen immer höher werdende Energiekosten ab, sondern schaffen hier eine Infrastruktur, die es uns ermöglicht, zukünftig wettbewerbsfähig zu bleiben und auch den Bereich Elektromobilität stärker auszubauen“, erklärt Mitgeschäftsführer Michael Meyering in der Mitteilung. Demnach wurde bereits ein Elektrostapler angeschafft.

Nach den Worten von Hermann Schmees, Geschäftsführer der Nordwest-Gruppe, ist das Energiekonzept für Rüschen individuell auf den Betrieb zugeschnitten. Es orientiere sich an dem tatsächlichen Strombedarf des Unternehmens.

Überschuss wird gespeichert

So seien die Hochleistungssolarmodule auf den verschiedenen Dachflächen optimal ausgerichtet worden. Der Stromspeicher könne bis zu 40 Kilowattstunden zwischenspeichern. Zusätzlich sei die Anlage stromcloudfähig. „Die Stromcloud funktioniert analog. Im Sommer wird so viel Strom über die eigene Solaranlage produziert, dass man ihn nicht in dieser Höhe speichern kann. Der Überschuss fließt daher in die Strom-Cloud, wo man ihn in den dunklen Tagen des Jahres wieder abrufen kann“, erklärt Schmees die Zusatzoption.


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