Samtgemeinde in Vorauswahl vorn „Energiekommune des Jahrzehnts“: Lathen unter besten fünf

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Das Konzept der Nahwärmeversorgung in Lathen kommt bei der Agentur für Erneuerbare Energien gut an. Unser Foto entstand bei der Anlieferung im Holzheizkraftwerk. Foto: Gerd Schade/ArchivDas Konzept der Nahwärmeversorgung in Lathen kommt bei der Agentur für Erneuerbare Energien gut an. Unser Foto entstand bei der Anlieferung im Holzheizkraftwerk. Foto: Gerd Schade/Archiv

Lathen. „Energiekommune des Jahrzehnts“ – so lautet der Titel, den die Agentur für erneuerbare Energien (AEE) im November in Kassel vergibt. Von 120 Kandidaten hat es die Samtgemeinde (SG) in der Vorauswahl unter die besten fünf geschafft.

Seit zehn Jahren vergibt die AEE die Titel „Energiekommune des Monats“. Das macht (bis einschließlich Dezember 2017) 120 Preisträger. Gekürt wurde bislang zudem die „Energiekommune des Jahres“. Beide Titel hat die SG Lathen bereits errungen – den ersten 2013, den zweiten ein Jahr später. Nun will die Kommune gerne wieder ganz vorne dabei sein, „obwohl das bei den Mitbewerbern sehr schwer sein wird“, wie SG-Bürgermeister Karl-Heinz Weber mutmaßt. Aber auch ein Platz unter den ersten Fünf sei schon ein großer Erfolg, so der Verwaltungschef.

Ein Jury- und ein Publikumspreis

Die Lathener stehen in Konkurrenz zu den Landkreisen Bamberg und Rhein-Hunsrück-Kreis, der Stadt Pfaffenhofen an der Ilm sowie der Gemeinde Saerbeck. Unter den Nominierten mit dem Prädikat „vorbildliche Energie-Kommune“ werden ein Jury- und ein Publikumspreis vergeben. Eine Doppelauszeichnung ist nicht möglich.

Zweitägiger Kongress in Kassel

Vergeben werden die Auszeichnungen beim zweitägigen Branchen- und Kommunalkongress „Zukunftsforum Energiewende“ am 20. und 21. November 2018 in Kassel (Documenta-Halle und Barockschloss). Unterstützt werden sie vom zuletzt wegen geplanter Entlassungen unter anderem am Standort Haren in die Kritik geratenen Auricher Windanlagenhersteller Enercon. Dorthin ist im Oktober der ehemalige AEE-Geschäftsführer Philipp Vohrer als Leiter Politik, Marketing und Kommunikation gewechselt. In der Jury sitzen unter anderem Vertreter des Klimabündnisses, des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes, der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, des Deutschen Städte- und Gemeindebundes sowie der AEE. In einem Forum am ersten Kongresstag stellen sich die fünf Kandidaten dem Publikum vor.

Agentur 2008 gegründet

Die im Jahr 2008 gegründete AEE ist eine Kommunikationsagentur mit Sitz in Berlin. Sie gilt als Interessenvertreter der Wirtschaft im Bereich Erneuerbare Energien.

Ausschlaggebend für die Lathener Auszeichnung im September 2013 ist das genossenschaftliche Konzept zur Nahwärmeversorgung mit dem Holzheizkraftwerk als zentralem Baustein gewesen. Überhaupt würden in Lathen die Chancen aus Windkraft, Fotovoltaik und Biomasse besonders nachhaltig genutzt, hieß es. Der damalige Landesumweltminister Stefan Wenzel (Grüne) lobte seinerzeit: „Es ist wirklich beachtlich, was hier geschaffen worden ist.“


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