Auf Flächen von Landwirten 16 Kilometer Gewässerrandstreifen in Fresenburg

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Zur Bauabnahme der Gewässerrandstreifen trafen sich Gerd Führs (5. von links), Dr. Niels Gepp (2. von rechts) und Richard Thale (3. von links) mit Vertretern der beteiligten Behörden, des Unterhaltungsverbandes sowie des ausführenden Unternehmens Wintering. Foto: Birgit WaterlohZur Bauabnahme der Gewässerrandstreifen trafen sich Gerd Führs (5. von links), Dr. Niels Gepp (2. von rechts) und Richard Thale (3. von links) mit Vertretern der beteiligten Behörden, des Unterhaltungsverbandes sowie des ausführenden Unternehmens Wintering. Foto: Birgit Waterloh

Fresenburg. In Düthe-Fresenburg sind an den Gewässern II. Ordnung auf einer Länge von 16.500 Metern Gewässerrandstreifen ausgewiesen worden. Landwirte hatten die Flächen dafür im Rahmen der Flurbereinigung bereitgestellt.

Die Gewässerrandstreifen sind auf einer Breite von fünf Metern mit einer artenreichen Saatgutmischung für extensive Grünlandflächen angesät worden. Als Abgrenzung zu den landwirtschaftlichen Flächen wurden im Abstand von zehn Metern Eichenspaltpfähle gesetzt und mit einem Draht verbunden. Die Streifen dürfen lediglich zur Gewässerunterhaltung befahren werden. Wie Richard Thale vom Amt für regionale Landesentwicklung in Meppen erläuterte, ist der Randstreifen für viele Arten ein Teillebensraum, ein Schutzraum oder dient als Wanderkorridor. Neben seiner Bedeutung für die Tier- und Pflanzenwelt erfüllt er eine Filterfunktion für das Gewässer. So wird dieses vor dem Eintrag von Schmutz und Schadstoffen geschützt. Durch den dauerhaften Bewuchs kann er darüber hinaus als Fangstreifen für die Abschwemmung von den landwirtschaftlichen Flächen dienen. Auch die Unterhaltung der Gewässer wird erleichtert. In den Bereichen, wo die Gewässer entlang einer Straße oder eines Weges verlaufen, ist nur auf der gegenüberliegenden Seite ein Gewässerrandstreifen ausgewiesen worden.

Dr. Niels Gepp, Abteilungsleiter Naturschutz und Forsten beim Landkreis Emsland, betonte, dass über den Randstreifen auch ein Mehrwert für Insekten generiert werde. Bei der Ernte seien die Randstreifen zudem Rückzugsräume für Tiere. Mit der Ausweisung der Gewässerrandstreifen sei die Gemeinde ihrer Aufgabe zum kommunalen Biotopverbund nachgekommen. Auch Konflikte zwischen Land- und Wasserwirtschaft sowie dem Naturschutz würden reduziert. Fresenburgs Bürgermeister Gerd Führs (CDU) begrüßte die Ausweisung der Gewässerrandstreifen. Dass die Landwirte ihre Flächen dafür zur Verfügung gestellt hätten, fördere auch das Miteinander mit der Bevölkerung. Gleichzeitig seien Landwirte auf funktionierende Gewässer angewiesen.


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