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14.09.2018, 19:48 Uhr KOMMENTAR

Zum Millionenprojekt für Renkenberge: Laden oder Luftschloss

Kommentar von Gerd Schade

So sehen die Pläne für den Dorfladen und die Gemeinschaftsräume in Renkenberge aus. Foto: Gerd SchadeSo sehen die Pläne für den Dorfladen und die Gemeinschaftsräume in Renkenberge aus. Foto: Gerd Schade

Renkenberge. Die Chancen für das Millionenprojekt Dorfladen mit Mehrzweck- und Jugendraum sowie Mehrgenerationenspieplatz scheinen nicht schlecht. Bleiben die erhofften Förderzusagen aber aus, droht ein Luftschloss. Ein Kommentar.

Kleines Dorf, großes Ding: Mit Übergabe der Förderanträge für den Bau eines Gemeinschaftshauses samt Einkaufsladen hat die Gemeinde Renkenberge die Schleife auf ein sorgsam geschnürtes Millionenwunschpaket gebunden.

Aber nicht nur die Verpackung, sondern – und das ist viel wichtiger – der Inhalt wirkt überzeugend. Das Konzept vom angestrebten Neubau über den Mehrgenerationenspielplatz bis hin zu Seniorenwohnungen auf der Reservefläche scheint durchdacht. Wer wie Renkenberge nur über wenig eigene Finanzkraft verfügt, muss eben besonders kreativ sein – und mutig.

Denn einen Dorfladen aufzubauen und ihn erfolgreich zu betreiben ist nicht ohne Risiko. Das kann nur funktionieren, wenn er von den Einwohnern angenommen wird. Wenn sie dennoch lieber auch für ihre Grundversorgung den nächsten Discounter ansteuern, ist die Idee zum Scheitern verurteilt. Mut machen als Positivbeispiele die Dorfläden in Hilkenbrook, Wippingen und Stavern.

In Renkenberge beginnt nun das Warten und Hoffen auf Bewilligung der Anträge über das Amt für regionale Landesentwicklung. Bei einem Negativbescheid wäre das Vorhaben wohl nicht mehr als ein Luftschloss.


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