Kommentar Angeschossene Katze in Sustrum-Moor: Jäger übernehmen Verantwortung

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Katzen selbst sind als Jäger unterwegs, beispielsweise bei Vögeln oder kleinen Säugetieren. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa BildfunkKatzen selbst sind als Jäger unterwegs, beispielsweise bei Vögeln oder kleinen Säugetieren. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa Bildfunk

Sustrum-Moor. In Sustrum-Moor ist eine Katze angeschossen worden. Es ist nicht eindeutig, ob ein Jäger auf das Tier zielte oder ein Hobbyschütze. Doch die Zahl der Katzen, die selbst als Jäger von beispielsweise Vögeln unterwegs sind, zu reduzieren wäre berechtigt. Jäger übernehmen damit Verantwortung. Ein Kommentar.

Ob in dem Fall in Sustrum-Moor Jäger oder Hobbyschützen auf die Katze geschossen haben, steht nicht fest. Sicher ist aber, dass Jäger in Niedersachsen unter bestimmten Bedingungen das Recht dazu haben – und das aus gutem Grund.

Der Deutsche Tierschutzbund schätzt, dass es hierzulande um die zehn Millionen Hauskatzen mit Freigang gibt. Die Streuner ernähren sich in freier Wildbahn nicht etwa von Dosenfutter wie in menschlicher Obhut, sondern von Vögeln und kleinen Säugetieren. Damit gewisse Arten nicht stark dezimiert werden oder gar aussterben, kommt den Jägern eine wichtige Rolle zu.

Welchen Schaden Katzen anrichten können, zeigt das Beispiel Australien. Auch auf die Streuner ist es zurückzuführen, dass Großohrhüpfmäuse und Kaninchennasenbeutler ausgerottet sind.

Tierschützer plädieren dagegen für Lebendfallen. Doch wird damit die Verantwortung für die vielen Katzen auf die Tierheime abgeschoben, die damit nicht selten überfordert sind. Jäger übernehmen Verantwortung, auch wenn das nicht jedem gefällt.


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