Für Erhalt der Artenvielfalt Insektenhotel im Niederlangener Kapellenmoor aufgestellt

Von Andrea Schmees

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Über das Insektenhotel freuen sich (v. l.) Heinz Kampen, Alois Hebbelmann, Bernhard Behrens, Hermann Albers, Paul Thien, Thomas Schomaker, Wilhelm Schepers, Manfred Trimpe, Lars Wimmer und Hubert Albers. Foto: Andrea SchmeesÜber das Insektenhotel freuen sich (v. l.) Heinz Kampen, Alois Hebbelmann, Bernhard Behrens, Hermann Albers, Paul Thien, Thomas Schomaker, Wilhelm Schepers, Manfred Trimpe, Lars Wimmer und Hubert Albers. Foto: Andrea Schmees

asc Niederlangen. Am Kapellenmoorgraben in Niederlangen ist ein Insektenhotel aufgebaut worden.

Hinter der Schutzhütte am Kapellenmoorgraben hat der Biotop-Fonds der Jägerschaft Emsland/Grafschaft Bentheim in Zusammenarbeit mit dem Hegering Lathen und der Gemeinde Niederlangen das Hotel aufgestellt. Wie Jäger Hubert Albers berichtete, ist es mit unterschiedlichen Naturmaterialien befüllt worden, um den verschiedensten Insekten Lebensraum zu bieten.

Projekt mit Meppener Vituswerk

In einem Projekt des Biotop-Fonds sind vom Vituswerk in Meppen (Heilpädagogische Werkstätten) mehr als 35 Insektenhotels hergestellt worden. Vorsitzender Thomas Schomaker berichtete, dass den einzelnen Hegeringen in den vier Jägerschaften im Bereich des Biotop-Fonds für Jagdreviere ein Insektenhotel zur Verfügung gestellt werden soll. „Ein Insektenhotel mit seinen Insekten unterstützt das Ziel, die Natur in all ihren wunderbaren Facetten zu erhalten“, betonte Lathens Hegeringleiter Manfred Trimpe. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde, dem Heimatverein sowie den Jägern habe man am Kapellenmoorgraben einen idealen Standort ausgewählt, sagte stellvertretender Biotopfonds-Vorsitzender Wilhelm Schepers.

49 Hektar Ausgleichsfläche

Beim Kapellenmoor handelt es sich um ein rund 49 Hektar großes, ehemals als Acker und Grünland landwirtschaftlich intensiv genutztes Gebiet, dass vom Kapellenmoorgraben durchzogen wird. Es ist im Rahmen der Erschließung des Industrieparks an der Autobahn 31 in den Jahren 1995/96 als Ausgleichsfläche ausgewiesen worden, wie Bürgermeister Hermann Albers (CDU) erklärte. Es wurden Stillgewässer angelegt und auf einigen Flächen wurde der Oberboden abgetragen, um sie der natürlichen Sukzession zu überlassen. Einige Bereiche unterliegen einer extensiven Bewirtschaftung als Grünland. Zudem ist ein Baumlehrpfad mit vielen unterschiedlichen Obstbäumen angelegt worden.

Beste Voraussetzungen

Damit bietet der unmittelbare Bereich des Insektenhotels nach Einschätzung der Projektbeteiligten beste Voraussetzungen mit blühenden Kräutern und Blütenpflanzen für alle Nektar und Pollen verzehrenden Insekten. In dem Lebensraum befinde sich ein breites Angebot zur Deckung des Nahrungsbedarfs für Insekten. „Hier fühlen sich nicht nur Schmetterlinge und Wildbienen, sondern auch viele andere heimische Insektenarten und wichtige Nützlinge wohl“, so Schomaker.

Die Ausgestaltung der in mehrstöckiger Bauweise und gegen Witterungseinflüsse geschützten Insektenhotels erfolgte durch die Jäger. Der Biotop-Fonds und die hiesigen Jäger wollen mit dieser Maßnahme die Biologie der Insekten, den Rückgang der Artenvielfalt und den praktischen Naturschutz anschaulich nahebringen. Demnächst würden noch beim Insektenhotel Informationstafeln aufgestellt, versprach Schepers.

Der Biotop-Fonds wurde 2012 gegründet und setzt verschiedene Projekte im Bereich der Jagd und Natur im Bereich der vier Jägerschaften im Emsland und der Grafschaft Bentheim mit 38 Hegeringen um.


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