Gemeinderat bei Schmees & Lühn Fresenburger Brückenbauer wollen im Ort erweitern

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Spezialist für den Bau von Fußgänger- und Radwegbrücken ist das Unternehmen Schmees & Lühn in Fresenburg. Die Mitglieder des Gemeinderates informierten sich vor Ort. Foto: GemeinderatSpezialist für den Bau von Fußgänger- und Radwegbrücken ist das Unternehmen Schmees & Lühn in Fresenburg. Die Mitglieder des Gemeinderates informierten sich vor Ort. Foto: Gemeinderat

Fresenburg. Wenn es in Deutschland um den Neubau von Fuß- oder Radwegbrücken geht, spielt das Unternehmen Schmees & Lühn aus Fresenburg ganz vorne mit. Auch die Sanierung ist inzwischen zu einem Thema geworden.

Der Gemeinderat Fresenburg hat das Unternehmen, das 1900 als Handel mit Pfählen und Grubenholz gegründet wurde, besucht. 1994 übernahm der damals 22-jährige Josef Schmees den Betrieb und richtete diesen neu aus. Das Sägewerk wurde stillgelegt, zunehmend verlagerte sich der Schwerpunkt auf den Holzbrückenbau und die Konstruktion von Gebäuden in Holzrahmenbauweise.

Mehr als 70 Mitarbeiter

2001 erfolgte die Gründung der Schmees & Lühn GmbH. Seitdem führen Josef Schmees und Alfred Lühn das Unternehmen gemeinsam. Niederlassungen in Polen und den Niederlanden kamen hinzu. Dem Neubau einer 1400 Quadratmeter großen Produktionshalle in Fresenburg folgte vor zwei Jahren die Übernahme des Stahl- und Metallbauunternehmens Funke Wessels in Lathen. An beiden Standorten sind zusammen mehr als 70 Mitarbeiter tätig.

Öffentliche Arbeitgeber

„Inzwischen haben wir uns komplett auf den Brückenbau konzentriert“, erklärte Josef Schmees. Das Unternehmen biete dabei die gesamte Palette von der Vorplanung und Statik bis hin zur Fertigung und Montage an, oft auch in der Kombination aus Holz und Stahl. Die Aufträge kommen fast nur von öffentlichen Auftraggebern. Ob geschwungene Linien, Holzfachwerk oder die aktuelle Fertigung einer Grünbrücke in Brandenburg – die Konstruktionen der Ingenieure stechen oft ins Auge. Ein außergewöhnliches Design weise auch die aus Fresenburg stammende Seebrücke in Heiligenhafen auf. Gebaut haben die Mitarbeiter des Unternehmens aber auch schon einen Leuchtturm im Wattenmeer und Sitzelemente für die Marco-Polo-Terrassen in der HafenCity Hamburg.

Weiterhin viel zu tun

Die Auftragsbücher sind weiterhin gut gefüllt. Aufwendig gestalte sich jedoch die Produktion an zwei Standorten. Weil die Brücken so weit wie möglich vormontiert werden, müssen zudem oft lange Transporter rangieren. „Auf Dauer möchten wir beide Standorte zusammenführen“, erklärte Schmees sein Anliegen. Er würde die Erweiterung gerne am Standort in Fresenburg sehen. Dies gestalte sich jedoch nicht ganz einfach, weil das Unternehmensareal zwischen der Lathener Straße und der Ems angesiedelt ist. Für eine weitere Halle am Standort Fresenburg werde etwa ein Hektar Fläche benötigt, so Schmees. Seitens der Gemeinde wird dieses Vorhaben unterstützt. „Wir möchten das Unternehmen gerne vor Ort behalten“, sicherte Bürgermeister Gerd Führs seine Unterstützung zu.


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