Plakette für Bröring und Weber Seltene Ehrungen beim Kreisheimatverein

Von Lambert Brand

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Hilter Im Rahmen des Festakts zur 200-Jahr-Feier der Hilter Mühle wurden der Vorsitzende des Emsländischen Heimatbundes Hermann Bröring und der Ehrenvorsitzende des Kreisheimatvereins Aschendorf-Hümmling, Karl-Heinz Weber, mit der Heimatplakette des Kreisheimatvereins ausgezeichnet. Vorsitzender Hans Albers hob die außergewöhnlichen Verdienste der Geehrten hervor.

Die Lathener Bürgermeisterin Luise Redenius-Heber und die Geschäftsführerin des Kreisheimatvereins, Marion Martina, begrüßten fast 200 Gäste zum Festakt auf dem Hilterberg, der musikalisch vom Salonorchester der Musikschule des Emslandes begleitet wurde. Für die Mühlenfreunde im Lathener Heimatverein ging Ulrich Hanschke auf die bewegte Vergangenheit der Hilter Mühle ein. Es wäre schön, so der passionierte Müller, wenn noch vielen Generationen das Müllerhandwerk erklärt werden könne.

Als Präsident der Emsländischen Landschaft und Vorsitzender des Emsländischen Heimatbundes dankte Hermann Bröring in seinem Grußwort den vielen Akteuren im Kreisheimatverein und in den örtlichen Heimatvereinen, dass die Mühlen als historische Baudenkmäler erhalten geblieben sind. Diese seien oftmals neben der Kirche das prägendste kulturhistorische Bauwerk in den Gemeinden. Im Namen der 34 Heimatvereine im Altkreis fand deren Sprecher Heinrich Leffers lobende Worte für das Engagement des Kreisheimatvereins zum Erhalt der Mühlenbauwerke.

Heimatarbeit verstärkt unterstützen

Landtagsvizepräsident Bernd Busemann überraschte die Festgäste mit dem Hinweis, dass er ein Enkel des früheren Bezirksmüllermeisters aus Aschendorf sei. Die Arbeit der Heimatvereine sei äußerst wichtig, da es nur noch wenige Exemplare gebe. Das Land habe sich vorgenommen, die Heimatarbeit verstärkt zu unterstützen. Der Dezernent des Landkreises, Marc-André Burgdorf, wies auf die „Identität stiftende Rolle“ der Heimatvereine hin. Frühere Generationen hätten immer wieder mutige Entscheidungen getroffen, um das Mühlenhandwerk am Leben zu erhalten.

Unter großem Beifall der Festgäste zeichnete der Vorsitzende des Kreisheimatvereins, Hans Albers, Hermann Bröring und Karl- Heinz Weber mit der Heimatplakette aus. Diese Ehrung habe der 1951 gegründete „Dachverband für 34 Heimatvereine mit 7 500 Mitgliedern“ bislang nur acht bedeutenden Pionieren der Heimatarbeit zuteil werden lassen. Hermann Bröring habe sich nicht nur als Repräsentant des Emsländischen Heimatbundes und der Emsländischen Landschaft sondern in seiner gesamten politischen Tätigkeit als emsländischen Landrat um die Heimatarbeit im besonderen Maße verdient gemacht und dafür Sorge getragen, dass die Arbeit der örtlichen Vereine gefördert werde. Der Aufbau und Ausbau vieler Objekte wie die Gedenkstätte Esterwegen, die alte Rheder Kirche, Schloss Clemenswerth und nicht zuletzt der Erhalt der Mühlen in Hüven, Hilter, Bruneforth und Wippingen sei von Bröring maßgeblich gefördert worden.

34 Jahre als Vorsitzender und Geschäftsführer

Karl-Heinz Weber habe den Kreisheimatverein 34 Jahre als Vorsitzender und Geschäftsführer geleitet, hob Albers hervor und wies darauf hin, dass in fast allen Orten des Altkreises Spuren seiner Arbeit sichtbar seien. Neben vielen weiteren Projekten habe die kostenaufwendige Restaurierung der Hüvener Mühle einen besonders hohen Einsatz gefordert. Auch die Förderung der plattdeutschen Sprache haben im Fokus von Webers Handeln gestanden. Aufgrund seiner Verdienste sei er im letzten Jahr zum Ehrenvorsitzenden ernannt worden. Als Zeichen des Dankes überreichten die Heimatvereine im Altkreis Bröring und Weber je eine Gartenbank. Beide dankten für diese hohe Ehrung. Bröring wörtlich unter dem Beifall der Anwesenden: „Das Emsland ist meine geliebte Heimat. Ich hatte das Glück und bin dafür dankbar, dem Emsland über weite Teile meines beruflichen Lebens zu dienen und die positive Entwicklung an entscheidender Stelle Mitgestaltung zu dürfen“

Der Stellvertretende Vorsitzende des Kreisheimatvereins, Hans Grönloh, und Bürgermeisterin Redenius-Heber dankten abschließend der früheren Besitzerfamilie Dürken sowie allen Helfern und Förderern, die die Feier des 200-jährigen Jubiläums möglich gemacht hatten und den Erhalt mit einem Präsent. Fachbereichsleiter Helmut Wilkens von der SG-Lathen appellierte in seinem Schlusswort an alle Gäste, weiterhin das Handwerk des „Müllers“ und die Mühlen auch in Zukunft zu bewahren.


Förderer und Unterstützer der Hilter Mühle

Marlene Buch (Familie Dürken)

Maria und Martina Löning (Familie des früheren KHV -Vorsitzenden)

Josef Wilmes und Ulrich Hanschke (Mühlenfreunde)

Josef Grave und Bernd Meyer (EHB)

Dr. Andrea Kaltofen (Landkreis)

Armin Gallinat (EDR)

Wilhelm Husmann (Volksbank)

Helmut Rüschen,

Hermann Eiken,

Josef und Heike Rohe (Förderer)

Luise Redenius-Heber und

Wilfried Hebbelmann (Gemeinde Lathen)

Heinrich Gerdes

Ingo Mersch (Mühlenhandwerker)

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