Hochklassige Reiter und eindrucksvolle Kulisse Western-Festival in Hilter lockt Tausende Pferdefreunde

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Hilter. Beim Western-Festival auf Junkern-Beel im Lathener Ortsteil Hilter ist Santana Schmitz aus Ratingen als Gesamtsieger hervorgegangen. Publikum und Organisatoren zeigten sich von den Wettkämpfen und der Atmosphäre begeistert.

Staub wirbelt auf, wenn die Westernreiter um die Tonnen preschen. Sehr trocken ist es an diesem Festivalwochenende auch auf dem Reiterhof. Dennoch haben sich fast 4000 Pferdebegeisterte auf den Weg gemacht, um sich das Spektakel anzuschauen. Mit Applaus, Gelächter und Schreckensrufen unterstützen sie Pferd und Reiter.

In verschiedenen Disziplinen müssen diese sich beweisen um an Ende den Gesamtsieg zu holen. Vor gefüllten Rängen beginnt der Wettkampf mit dem „Keyhole Race“. Ein Hindernis in Form eines Schlüssellochs (Keyhole) muss überwunden werden. „Die Schwierigkeit besteht darin, dass sich das Pferd auf der Stelle drehen muss“, erklärt Marina Schulte-Übermühlen von der Hofbesitzer-Familie. Wer ein Hindernis berührt, ist ausgeschieden. Zehn Teilnehmer haben sich für die einzelnen Wettkämpfe bereits am Samstag qualifiziert, sodass nur die Besten am Sonntag gegeneinander antreten.

Um die Tonnen herum

Für sie zählt auch das „Pole Bending“ zum Gesamtsieg. Dafür müssen sie einen Slalom um Stangen reiten. Es kommt, wie in allen Kategorien, auf die Geschwindigkeit an. Beim „Barrel Race“ ist das Ziel, drei aufgestellte Tonnen zu Umreiten. Erlaubt sei es, diese zu berühren. Sobald sie fallen, gibt es Strafsekunden.

Drei mit Sand gefüllte Eimer werden für das „Flag Race“ auf die Tonnen positioniert. Dem Reiter muss es gelingen, drei Flaggen in den Eimer zu versenken, sodass sie stecken bleiben. Das Seilrennen funktioniert dagegen in etwa so, wie das Kinderspiel „Reise nach Jerusalem“. In der Mitte der Arena hängen neun Seile für zehn Reiter. Derjenige, der keines erwischt ist ausgeschieden, bis am Ende das schnellste Pferd-Reiter-Duo übrig bleibt.

Gewinner erhält 1000 Euro

Eine Mischung aus Pole Bending und Barel Race ist das „Mixed Race“, die letzte Disziplin der Gesamtwertung an diesem Tag. Insgesamt kann Santana Schmitz aus Ratingen mit dem Pferd Heza Power Jack in den meisten Kategorien am besten überzeugen. Ihm folgen Melina Koch auf dem zweiten und Sonja Gerdes auf dem dritten Platz. Für den Gewinner gibt es ein Preisgeld im Wert von 1000 Euro, gestiftet von der Gemeinde Lathen. Weitere Wettkämpfe, die jedoch nicht zur Gesamtwertung zählen, stehen außerdem auf dem Programm. Das Publikum zeigt sich vor allem von dem „Indian Rescue“ begeistert. Denn nicht immer gelingt es dem zweiten Reiter, unfallfrei auf das Pferd eines ersten Reiters aufzuspringen. Einige rutschen hinten wieder vom Tier ab und anderen gelingt der Aufsprung erst gar nicht. Die Zuschauer jedenfalls fiebern lautstark mit. Für Unterhaltung sorgt zudem die französische Stuntgruppe „Compagnie Impulsion“. Hoch zu Ross führen sie waghalsige Kunststücke auf. Insgesamt gibt es auch in diesem Jahr einige Einsätze für das Deutsche Rote Kreuz aus Lathen. Mit 13 Kräften behandelen sie Kreislaufschwächen, die sich wegen der Hitze häufen, Insektenstiche und Pferdetritte. „Alles normal hier in Hilter“, so Bereitschaftsleiter Ingo Jönen. Die Feuerwehr hatte schon Tage zuvor offenes Feuer auf dem Platz verboten.


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