Einzelhandel profitiert von Veranstaltung Western-Festival in Lathen startet mit geladenen Gästen

Von Katharina Preuth


Hilter. Zum 40-jährigen Jubiläum des Western-Festivals auf Junkern-Beel in Hilter haben die Besitzer des Reiterhofes, Christian Held und Heinrich Schulte-Übermühlen, geladene Gäste über das Gelände geführt. Der Einzelhandel in Lathen profitiert von der Veranstaltung, so Bürgermeisterin Luise Redenius-Heber.

Auf dem großen Platz auf Junkern-Beel herrscht der Ausnahmezustand. Mehr als 1000 Menschen haben ihr Lager aufgeschlagen, sie baden gegen die Hitze in eigenen Pools, dazwischen laufen Pferde. Noch ist es etwas ruhiger. Die Angereisten warten auf den Beginn des Festivals.

Vor dem offiziellen Start geht es für die Gäste in einer Führung über das Gelände. Sie lassen zunächst den großen Parkplatz rechts liegen und fahren am Kassenhäuschen vorbei. Am Wochenende dürfen die Besucher ab hier nur mit einem Festival-Bändchen weiter. Eine Brücke führt dann über die Ems zum eigentlichen Gelände, das von zwei Altarmen umschlossen ist.

Aufwendige Camps

Viele Camps auf dieser Insel sind aufwendig gestaltet, oft im Stil des Wilden Westens. Es gibt Saloons, Gefängnisse und Kakteen aus Holz. In mühevoller Detailarbeit haben die Camper ihre Lager gestaltet, schließlich findet am Samstagabend die Preisverleihung der schönsten Dekoration statt. Trotz der hohen Temperaturen laufen nicht wenige Besucher in Cowboy-Stiefeln und passendem Hut durch die Gegend. Beides gibt es in den errichteten Verkaufsständen zu erwerben, außerdem noch Sättel, Pferdedecken, Plüschtiere und viele weitere günstigere bis hochpreisige Artikel.

„Tolle Atmosphäre“

Das Festival würde neben dem „sportlichen Happening“ von der „tollen Atmosphäre“ leben, sagt CDU-Landratskandidat Marc-André Burgdorf. Weiter führt er aus, dass der Landkreis Emsland froh sei, dass es diese Großveranstaltung gibt. Er nennt den wirtschaftlichen Aspekt: Die vielen Tausend Besucher, die in diesen Tagen nach Hilter reisen, würden einen nicht unerheblichen Umsatz für die Gemeinde Lathen bedeuten.

Bürgermeisterin Luise Redenius-Heber betont, dass der Einzelhandel in den Sommermonaten Juli und August ähnlich gute Zahlen verzeichne wie sonst nur im vorweihnachtlichen Dezember. Außerdem sei das Festival laut Burgdorf ein wichtiger Werbefaktor für die Region. Der Hof sei „ein Aushängeschild in der Touristiklandschaft unserer Gemeinde“, erklärt die Bürgermeisterin. Lathen sei stolz darauf, den Besuchern „Wild-West Romantik“ präsentieren zu dürfen, fährt sie fort. Als Geschenk zum 40. Jubiläum verspricht Redenius-Heber „super schnelles Internet via Glasfaser“ für den Ferienhof – ab der kommenden Saison.

Die Westernstadt

Den Abschluss der Führung bildet an diesem Tag die Westernstadt. Dort, vor der großen Bühne, wo am Freitag und Samstag Feiernde zur Musik von DJane Friede Mertens, Jill Fisher und „Texas Rooster“ tanzen, versuchen sich Linedancer-Laien an ersten Choreografien zur Countrymusic.

Am Samstag und Sonntag werden dagegen hauptsächlich die Pferde und ihre Reiter im Mittelpunkt stehen. Zunächst finden die Vorentscheidungen in verschiedenen Disziplinen des Westernreitens statt, und am Sonntag treten die zehn besten aus den einzelnen Kategorien gegeneinander an. Am Ende wird dann ein Gesamtsieger ermittelt. Dieser erhält eine von der Gemeinde Lathen gesponserte Prämie.


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