Café wird angebaut Dorfladen in Niederlangen wird ab August erweitert

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Wie Monika Otten (v. l.), Ansgar Uhlen und Martin Otten erklärten, soll das Café an den vorderen Teil des bestehenden Dorfladens angebaut werden. Foto: Maike PlaggenborgWie Monika Otten (v. l.), Ansgar Uhlen und Martin Otten erklärten, soll das Café an den vorderen Teil des bestehenden Dorfladens angebaut werden. Foto: Maike Plaggenborg

Niederlangen. Der Dorfladen in Niederlangen soll um ein Café als Treffpunkt im Ort erweitert werden. An dieser Investition hat sich der Landkreis beteiligt und damit erstmalig ein privates Projekt gefördert. Die Arbeiten beginnen voraussichtlich im August.

Die Bauphase solle etwa drei bis vier Monate dauern, sagte Ansgar Uhlen, der den Dorfladen in Niederlangen betreibt. Gemeinsam mit Monika und Martin Otten stemmt er das Projekt. Das Ehepaar Otten, das Eigentümer des Ladens und des Grundstücks ist, bekommt zur Gesamtinvestition von 96.000 Euro Zuschüsse. 25.000 Euro übernimmt die Gemeinde. Weitere 25.000 Euro steuert der Landkreis bei, der erstmalig ein privates Projekt fördert und seine Förderrichtlinien Anfang Juni entsprechend angepasst hat. Mit weiteren etwa 80.000 Euro steigt Uhlen in das Geschäft, das er in den Innenausbau und eine neue Kühlung beispielsweise investieren will. Das Ehepaar Ottens bleibt Eigentümer, Uhlen ist weiterhin Mieter.

„Die Dorfläden haben zu kämpfen“, sagt Bürgermeister Hermann Albers (CDU). Um den in Niederlangen zu sichern, habe er gemeinsam mit dem Landkreis die Café-Idee gehabt. Bei der Förderung allerdings hat der Landkreis sich „sehr schwer getan“, so Albers. Dennoch: „Das ist eine unglaublich gute Geschichte“. Hinzu kommt: Betreiber Uhlen verpflichtet sich im Gegenzug, den Laden für die kommenden zwölf Jahre aufrecht zu erhalten – sowohl in Niederlangen, als auch in Niederlangen-Siedlung, wo der Bäcker den zweiten von insgesamt zehn Dorfläden im Emsland hat und das auch Firmenhauptsitz ist.

40 Quadratmeter großer Anbau

Geplant ist ein etwa 40 Quadratmeter großer Anbau an den bestehenden Dorfladen. Er soll Raum für 16 bis 20 Sitzplätze schaffen. Das Café wird mit einer Unisex-Toilette ausgestattet und bekommt einen separaten Eingang, wie Uhlen erklärte. Die Tür, die etwas breiter als üblich ausfallen soll, werde elektrisch betrieben, damit auch in der Mobilität eingeschränkte Menschen – beispielsweise mit einem Rolator – einen leichten Zugang haben. Die jetzige Brot- und Käsetheke links vom Eingang werde leicht gedreht werden. „Der Laden wird etwas umgestaltet“, sagte Uhlen. Der Dorfladen selbst bekomme dafür einen neuen eigenen Eingang.

Mit den Arbeiten losgehen soll es ab Anfang August. „Wir wollten eigentlich schon im Februar anfangen“, sagte Martin Otten. Den Bauantrag hatte das Ehepaar bereits im November 2017 gestellt. Vor drei Wochen dann kam das Ja. Hintergrund der langen Wartezeit ist, dass die Fläche des Neubaus Hochwasserschutzgebiet tangiert, wie Albers auf Anfrage erläutert. Wegen dieses Umstands waren verschieden Abteilungen mit der Genehmigung befasst. „Es hat lange gedauert, aber es war auch begründbar“, so der Bürgermeister. Mit Blick auf die Weihnachtsfeiertage, an die der An- und Umbau voraussichtlich reichen wird, vermutet Ahlers: „Die Eröffnung wird sich wohl bis zum nächsten Jahr hinziehen“.


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