„Vollständiger Erhalt nicht die Rede“ LAG-Leiter stellt Aussagen zu Streuobstwiese in Lathen klar

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Derzeit in nicht optimalen Zustand befindet sich die Streuobstwiese im Schulzentrum in Lathen. Foto: Daniel Gonzalez-TepperDerzeit in nicht optimalen Zustand befindet sich die Streuobstwiese im Schulzentrum in Lathen. Foto: Daniel Gonzalez-Tepper

Lathen. Entgegen der Darstellung der SPD/Grüne-Gruppe im Gemeinderat Lathen, ist der Erhalt des aktuellen Bestandes der Streuobstwiese am Schulzentrum keine Voraussetzung, um für den geplanten Bau des Mehrgenerationenspielplatzes Fördermittel aus dem EU-Programm Leader zu bekommen. Das hat Regionalmanager der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Hümmling, Ralph Deitermann, auf Anfrage klargestellt.

Von einem vollständigen Erhalt der Wiese sei nie die Rede gewesen, betont Deitermann.

Wie berichtet, soll das Projekt an der Straße Heidswiemoor weitgehend auf dem Areal der heutigen Streuobstwiese, die der Grund- und Oberschule gehört, umgesetzt werden. Die Obstbäume sollen in den Randbereich der Fläche und damit direkt an die Gärten der Anlieger umgepflanzt werden.

Die SPD-Grünen-Gruppe im Gemeinderat Lathen hatte im Nachgang der Ratssitzung am 26. Juni mitgeteilt, die Bereitstellung von Mitteln aus dem EU-Leader-Programm würde nur mit dem Erhalt der Streuobstwiese gewährleistet sein und verwies auf das Protokoll der LAG-Sitzung vom 18. Juni 2018. Zu befürchten sei auch, dass die Förderung eventuell zu einem späteren Zeitpunkt zurückgezahlt werden muss, wenn der Bestand nicht gewährleistet bleibt.

SPD-Grünen-Gruppe lag kein Protokoll vor

Anita Ludwig, Vorsitzende der SPD/Grüne-Gruppe im Gemeinderat Lathen, gestand auf Nachfrage der Redaktion ein, dass der Gruppe auch kein Protokoll der LAG-Sitzung vorgelegen habe, sondern man sich auf Aussagen eines Mitglieds der Aktionsgruppe verlassen habe, das an der Sitzung teilgenommen habe. Die Gruppe will ihre Mitteilung als „Denkanstoß“ verstanden wissen, ob der Spielplatz nicht an anderer Stelle besser aufgehoben wäre.

Endgültiger Antrag noch nicht gestellt

Regionalmanager Deitermann stellte mit dem Hinweis auf die Beschlussvorlage und die Vorstellung des Projektes in der LAG-Sitzung klar: „Von einem vollständigen Erhalt der Wiese, wie sie jetzt vorzufinden ist, war nicht die Rede.“ Die Streuobstwiese soll im Rahmen des Projektes Mehrgenerationenspielplatz „größtenteils“ in die Gestaltung eingebunden werden, die vorhandenen Obstbäume sollen als „Randbepflanzung“ genutzt werden.

Ohnehin befinde das Projekt sich derzeit noch in der Entwurfs- und Planungsphase. „Weitere Konkretisierungen des Projektes erfolgen gegebenenfalls im Rahmen des Antragsverfahrens. Es wurde noch kein Antrag eingereicht oder eine Bewilligung zum Projekt erteilt, sodass die Befürchtung von Rückzahlungen nicht nachvollziehbar sind.“ Deitermann betonte auf Nachfrage auch, dass das Protokoll der Sitzung vom 18. Juni bislang nicht veröffentlicht sei, da es noch nicht von den LAG-Mitgliedern beschlossen wurde.


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