Beiträge steigen erstmals seit 2006 Auch Raspo Lathen will den Kunstrasenplatz

Von Andrea Schmees


asc Lathen. Nicht nur die Samtgemeinde (SG) Lathen und ihre Mitgliedsgemeinden, sondern auch der SV Raspo Lathen steht voll hinter dem Projekt Kunstrasenplatz. Das wurde während der Generalversammlung des Sportvereins deutlich, bei der die Mitglieder eine Erhöhung der Beiträge beschlossen.

Der Einzelbeitrag pro Jahr steigt von 54 auf 60 Euro, der Familienbeitrag von 110 auf 120 Euro. Wie Jannik Siegner vom Vorstandsteam für über 100 Versammlungsteilnehmern berichtete, liegt die letzte Beitragserhöhung zwölf Jahre zurück. In den vergangenen Jahren seien die Kosten für den Spielbetrieb in allen Sparten gestiegen. Aus beruflichen Gründen stellte Marina Winter ihren Vorstandsposten zur Verfügung.

Frist bis zum 1. August

Was den Kunstrasenplatz betrifft, müssen die Antragsunterlagen bis zum 1. August dieses Jahres beim Kreissportbund und beim Landkreis Emsland vorliegen. Die geschätzten Baukosten sind mit rund 700.000 Euro veranschlagt (wir berichteten mehrfach). Mit dem Bau würde bei positivem Bescheid 2019 begonnen werden. Wie Christoph Kock und Johannes Wiegmann der Versammlung erläuterten, ist der Bedarf nach einem Kunstrasenplatz gegeben. Allein Raspo habe 18 Fußballmannschaften. Im Samtgemeindegebiet gebe es weitere 17 Teams. Die Nachwuchsmannschaften hätten sich zur Jugendspielgemeinschaft Emstal zusammengeschlossen. Derzeit seien mehr als 530 Kicker in der SG aktiv. Ein Kunstrasenplatz ermögliche eine witterungsunabhängige Nutzung, keine aufwendige Platzpflege und berge weniger Verletzungsgefahr, hieß es. Hauptkriterium bei der Lage des Platzes auf dem Sportgelände an der Meppener Straße werde die Wirtschaftlichkeit sein, betonte Kock.

(Weiterlesen: Neuer Kunstrasenplatz in Lathen wohl auf Raspo-Anlage)

Volleyballer hegen Bedenken

Bedenken bezüglich der Finanzierung kamen von der Volleyballabteilung. Der SV Raspo müsste für die Finanzierung nach derzeitigem Stand einen Eigenanteil in Höhe von 140.000 Euro aufbringen. Wiegmann stellte in der Versammlung mehrere Sponsoringmodelle vor. Zudem hat der Verein einen Ausschuss gebildet. Mit großer Mehrheit billigte die Versammlung eine Satzungsänderung in Bezug auf Kreditaufnahmen.

Darüber hinaus hat sich der Vorstand Kock zufolge eine Stärkung der Jugendarbeit auf die Fahnen geschrieben. Zur neuen Saison werden nach seinen Worten neun Trainer für den Nachwuchsbereich benötigt.

Aufstieg „unvergesslich“

Zu den jüngeren Errungenschaften auf dem Sportgelände zählen eine digitale Anzeigetafel sowie eine Entwässerung des Hauptplatzes. „Unvergesslich“ sei der Aufstieg der ersten Herrenfußballmannschaft über die Relegation in die Kreisliga gewesen, sagte Kock.

Zu den sportlichen Aushängeschildern des Vereins zählen weiterhin auch die Volleyballer. Die Abteilung zählt 22 Mannschaften. Die U14 und die U 18 qualifizierten sich für die Deutschen Meisterschaften. Dasselbe gelang Leonie Klaßen im Beachvolleyball. Die U 16 -Volleyballerinnen mit ihren Trainern Gerrit de Boer und Bernd Stolte wurden „Mannschaft des Jahres“ im Emsland.

Zweiter Bouleplatz

Über knapp 30 Mitglieder verfügt derzeit die Boule-Abteilung. Für sie wurde ein zweiter Platz mit drei Feldern angelegt. Damit stehen nun insgesamt sechs Spielflächen zur Verfügung. Die Tischtennisspieler waren vor allem bei den Seniorenkreismeisterschaften in Papenburg erfolgreich.

Über ihre sportlichen Aktivitäten berichteten zudem die Fahrradgruppe Ü 50, die Herzsportgruppe und die Wassergymnastikgruppen des Vereins. Für das Mutter-Kind-Turnen seien neue Spielmaterialien angeschafft worden. Weitere Sparten des Vereins sind Handball, Lauftreff, Tennis und Basketball.

(Weiterlesen: Gemeinde Lathen finanziert Kunstrasenplatz mit und übernimmt Pflege)