Erstmals mehr als 10.000 Raummeter Waldbesitzer im Raum Aschendorf/Fresenburg setzen mehr Holz ab

Freuten sich über gute Zahlen für das Jahr 2017 bei der Waldschutzgenossenschaft Aschendorf-Süd: Franz Krull (Geschäftsführer), Hermann Everhard Freiherr von Dincklage (1. Vorsitzender), Klaus Abeln und Bezirksförster Jochen Albrecht. Foto: GenossenschaftFreuten sich über gute Zahlen für das Jahr 2017 bei der Waldschutzgenossenschaft Aschendorf-Süd: Franz Krull (Geschäftsführer), Hermann Everhard Freiherr von Dincklage (1. Vorsitzender), Klaus Abeln und Bezirksförster Jochen Albrecht. Foto: Genossenschaft

Fresenburg. Die Mitglieder der Waldschutzgenossenschaft Aschendorf-Süd haben im Jahr 2017 erstmals mehr als 10.000 Raummeter Holz verkauft. Dies berichtete Bezirksförster Jochen Albrecht auf der Mitgliederversammlung in Fresenburg.

Die vermarktete Holzmenge konnte in den vergangenen vier Jahren beständig gesteigert werden, heißt es in einer Mitteilung der Genossenschaft. Die geplante Absatzmenge konnte im vergangenen Jahr um gut zwei Prozent übererfüllt werden. Der Gesamtwert des in 2017 verkauften Holzes habe mehr als 266.000 Euro betragen, was einem Durchschnittspreis von gut 26 Euro pro Raummeter oder 40 Euro pro Festmeter entspreche, heißt es. Die 456 Mitglieder der Waldschutzgenossenschaft bewirtschaften zusammen knapp 2500 Hektar Wald.

Mehr als 6000 Raummeter und damit fast 60 Prozent des eingeschlagenen Holzes seien 2017 als Industrieholz vermarktet worden. Gut 70 Prozent davon seien zu Spannplatten verarbeitet worden. Gut ein Drittel der gesamten Holzernte wurde als Abschnitte verkauft, der Rest als Brennholz, Hackschnitzel, Langholz oder Pfähle vermarktet. Durch die Stürme im vergangenen Herbst seien die Preise bei langen Fichtenabschnitten von vier Metern um vier Euro pro Raummeter zurückgegangen, erläuterte Albrecht. Insgesamt gesehen seien die Preise jedoch sehr konstant. „Zur Zeit liegen wir mit den Preisen an der oberen Grenze“, wird der Bezirksförster in der Mitteilung zitiert.

Nur ein Viertel per Motorsäge geerntet

Die Aufarbeitung des eingeschlagenen Holzes sei zu Dreiviertel durch Harvester, einer speziellen Holzernte-Maschine, erfolgt. Nur ein Viertel des Holzes werde noch manuell mit der Motorsäge aufgearbeitet, teilte die Genossenschaft weiter mit. Unter den wichtigsten Holzarten im Gebiet der Waldschutzgenossenschaft findet sich an erster Stelle die Kiefer mit knapp 42 Prozent, gefolgt von der Japanischen Lärche mit 22 Prozent, auf Rang drei folgt die Fichte mit knapp 11 Prozent. Der Anteil an Laubholz, mit Ausnahme der Pappel, betrage lediglich gut 1 Prozent. Eiche, Buche und Birke werden vor allem als Brennholz genutzt. Die Nachfrage privater Nutzer sei jedoch nicht besonders hoch, stellte Albrecht fest.

Deutlich mehr neue Bäume als 2016 angepflanzt

Gesteigert wurde in 2017 auch die Anzahl der Anpflanzungen. Knapp 60.000 Bäume wurden gepflanzt, 42 Prozent mehr als 2016. Die Aufforstungen wurden auf insgesamt 10,7 Hektar durchgeführt, und zwar ausschließlich als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Auftrag von Gemeinden, Unternehmen und dem Landkreis, so die Genossenschaft.