Beschluss im Ausschuss Weitere Erneuerung von Straßenbeleuchtung in Lathen geplant

Von Maike Plaggenborg

In Lathen soll die Straßenbeleuchtung komplett auf LED umgerüstet werden. Symbolfoto: Lars Schoeer/ArchivIn Lathen soll die Straßenbeleuchtung komplett auf LED umgerüstet werden. Symbolfoto: Lars Schoeer/Archiv

Lathen. Die Gemeinde Lathen will die Straßenbeleuchtung im Ort in den kommenden zwei Jahren auf LED umrüsten. Der Bau- und Umweltausschuss hat sich für ein Modell entschieden, bei dem die Gemeinde die Beleuchtung im Eigenbetrieb unterhält.

Alternativ befasste sich der Ausschuss mit dem Modell eines sogenannten Betriebsführervertrages mit einer Laufzeit von 20 Jahren, bei dem die Gemeinde eine jährliche Pauschale pro Lichtpunkt zu zahlen hätte. Vorgesehen wären dabei „eine komplett sanierte Straßenbeleuchtung inklusive abgängiger Masten“, heißt es in der Beschlussvorlage. Die jährlichen Kosten belaufen sich dabei auf etwa 145.000 Euro. Dem gegenüber entschied sich der Ausschuss für die Variante, bei die Erneuerung und Unterhaltung der Straßenbeleuchtung bei der Gemeinde verbleibt. Dafür veranschlagt sie jährliche Kosten von rund 124.000 Euro. Auf 20 Jahre betrachtet bringe dies eine Einsparung von rund 427.000 Euro verglichen mit dem Betriebsführervertrag. Diese wiederum könne laut Vorlage für weitere Investitionen und Reparaturen verwendet werden.

Stromkosten können um 60 Prozent sinken

Im Gemeindegebiet befinden sich insgesamt 1089 Lichtpunkte, von denen 181 mit zwei und acht mit drei Leuchten ausgestattet sind. Die Leuchten haben ein Durchschnittsalter von mehr als 30 Jahren. Durch den Austausch von Leuchten erreiche die Gemeinde eine Stromkostenverringerung von 60 Prozent – „konservativ gerechnet“, sagte Gemeindedirektor Karl-Heinz Weber. Wie es in der Beschlussvorlage heißt, müssten nach einem Konzept der EWE 565 Altleuchten und 486 sogenannte Mini Corn Bulbs im Ortskern ausgetauscht werden. Die Kosten dafür würden sich auf etwa 400.000 Euro belaufen bei einer Förderung von 20 Prozent, also etwa 80.000 Euro. Laut Beschluss soll für 2019 ein Förderantrag gestellt und entsprechende Mittel in den Haushaltsplan 2019 eingestellt werden. Die Entscheidung des Ausschusses muss noch im nichtöffentlichen Verwaltungsausschuss weiter vorberaten und abschließend im Gemeinderat entschieden werden.

Ratsbeschluss entscheidet abschließend

Beide Fraktionen befürworteten die für die Gemeinde günstigere Variante einstimmig. Ausschussmitglied Simon Reuter (SPD) wies darauf hin, dass im Bereich LED künftig von neuen Technologien ausgegangen werden könne, für die eventuelle neue Fördergelder beantragt werden könnten. Auch der stellvertretende Ausschussvorsitzende Günther Stolte (CDU) hob hervor, dass diese Art Beleuchtung von der Qualität her immer besser werde. Weber entgegnete dem allerdings, dass innerhalb der 20 Jahre nach der Erneuerung ein Austausch der Beleuchtung nicht vorgesehen sei. „Sonst rechnet es sich nicht.“