Neugestaltung des Schulgeländes in Planung Unsichere Zukunft für Lathener Kräuterspirale

Von Katharina Preuth

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Ein zweiter Mehrgenerationenspielplatz soll auf dem Gelände der Grund- und Oberschule Lathen entstehen. Foto: Maike Plaggenborg/ArchivEin zweiter Mehrgenerationenspielplatz soll auf dem Gelände der Grund- und Oberschule Lathen entstehen. Foto: Maike Plaggenborg/Archiv

kap/pm Lathen. Gemeinsam mit Lathener Grund- und Oberschülern hat ZDF-Fernsehgärtner Elmar Mai 2016 eine Kräuterspirale in den Schulgarten gepflanzt. Mit der geplanten Neugestaltung des kompletten Geländes ist unsicher, was mit den Kräutern geschieht. Ein Umzug würde die komplexe Struktur der Spirale zerstören, so Elma Mai.

Durch den Bau einer neuen Kindertagesstätte auf dem Gelände der Grund- und Oberschule sei eine Neugestaltung des Schulhofes notwendig, erklärt Karl-Heinz Weber, Gemeindedirektor in Lathen, auf Nachfrage. Er fügt hinzu, dass zu diesem Zeitpunkt aber noch kein endgültiger Beschluss vorliege. Somit sei unklar, was mit der Kräuterspirale geschehe. Hinzukommt, dass die Gemeinde plant, einen Mehrgenerationenspielplatz auf dem Gelände des Schulzentrums zu errichten. Doch auch hier sei unsicher, ob die Kräuterspirale angrenzend zum Spielplatz bestehen bleibe oder ob sie eventuell in den Schulhof verlagert werden wird. „Vieles ist noch nicht entschieden, auch nicht der Standort des Mehrgenerationenspielplatzes, aber wir befinden uns in enger Abstimmung mit den Eltern der Schüler, dem Kollegium und der Schulleitung“, so Weber.

Zur Zeit wird der Schulgarten sowohl von Hauswirtschaftsschülern als auch von den Grundschülern genutzt. Bei einer Verlegung der Grundschule würden die jüngeren Schüler keinen Zugang zum Garten an seinem jetzigen Standort haben, erklärt Schulleiter Ralf Haustein. Aus dieser Sicht sehe er eine Verlegung der Kräuterspirale für sinnvoll an. Dennoch betont auch der Schulleiter, dass sie sich noch in der „Planungs- und Überlegungsphase“ befänden.

Komplexe Anlage

Von einem Umzug der Kräuterspirale rät Elmar Mai indes vehement ab. Der Gartenexperte teilt mit, dass es sich um eine „äußerst komplexe Anlage“ handele. „Denn nicht nur die Ausrichtung der Spirale mit unterschiedlichen Lichtverhältnissen ist wichtig, sondern auch das Verhältnis von Stein zu Erde und den Neigungswinkel, um einen klimatisierenden Effekt für die Kräuter zu erreichen, die wärmebedürftig sind.“ Außerdem sei sie so angelegt, dass den „unterschiedlichen Bedürfnissen der Kräuter in puncto Nährstoffe und Feuchtigkeitsversorgung Rechnung getragen wird“, so Mai. Eine Versetzung des Bauwerkes würde seiner Ansicht nach zu einer Zerstörung der Struktur führen. Auch für die Schüler, die mit ihm an dem Projekt gearbeitet haben, wünscht er sich, dass die Kräuterspirale bestehen bleibe. „Ein Abbau wäre ein Schlag ins Gesicht der Kinder“, sagt Mai. Die Kleinen hätten gesehen, was sie mit ihren eigenen Händen schaffen können, das dürfe man ihnen nicht wieder nehmen, fordert Mai.

Eine Entscheidung zum Mehrgenerationenspielplatz steht noch aus, genauso wie die endgültigen Planungen zur Neugestaltung der Schulgeländes.


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