Drei Aspekte der Gesundheit Schülerin aus Lathen erarbeitet Konzept für Erzieher

Von Jennifer Kemker

Mit Gesundheitsförderung in Kindergärten beschäftigt sich die angehende Erzieherin Kristina Scheinmaier von den BBS Papenburg im Rahmen ihres Abschluss-Praktikums. Foto: Jennifer KemkerMit Gesundheitsförderung in Kindergärten beschäftigt sich die angehende Erzieherin Kristina Scheinmaier von den BBS Papenburg im Rahmen ihres Abschluss-Praktikums. Foto: Jennifer Kemker

Papenburg. Als angehende Erzieherin beschäftigt sich die 23-jährige Kristina Scheinmaier aus Lathen, die die Oberstufe der Fachschule Sozialpädagogik der Berufsbildenden Schulen (BBS) in Papenburg besucht, intensiv mit den Themen Gesundheit und Zukunft.

Um gesund zu sein, muss man nicht nur gesund essen, sondern sich auch seelisch und in seiner Umgebung wohlfühlen, erklärt Scheinmaier. In der Kindertagesstätte in Lathen-Wahn, wo sie rund 240 Stunden beschäftigt war, versuchte die Schülerin aus der Cafeteria nicht nur einen Ort des Essens, sondern auch einen Ort des Lernens zu machen. In ihrem Konzept beschreibt sie, wie Erzieher dieses Ziel im Alltag umsetzen können.

Nach den Worten der 23-Jährigen ist es wichtig, dass den Jungen und Mädchen nicht nur erklärt wird, dass etwa ein Apfel gesund ist, sondern auch warum er für den Körper gut sei. „Dabei können die Erzieher und Pädagogen auch spielerisch mit der Ernährungspyramide arbeiten“, so Scheinmaier.

Auf eigenes Hungergefühl achten

Ein weiterer wichtiger Punkt in ihrem Konzept ist das „offene Frühstück“. Man könne nicht davon ausgehen, dass jedes Kind bereits zuhause ausreichend gefrühstückt habe. Also geht es laut Scheinmaier auch darum, die Jungen und Mädchen auf ihr eigenes Hungergefühl achten zu lassen. „Eine wichtige Rolle spielt dabei ebenso das Sättigungsgefühl“, wie sie beschreibt. Wenn jedes Kind den prall gefüllten Teller leer essen muss, obwohl es keinen Hunger mehr hat, kann das zu Gewichtsproblemen führen. „Allen Erziehern ist es daher wichtig, dass die Kinder eigene Erfahrungen machen.“

Die Erzieher nehmen dann eine Rolle ein, in der sie die Jungen und Mädchen als aktive Lerner bestärken. Aus dem Konzept gehen daher die Aufgaben der Kellner hervor. Die Kinder sollen sich etwa gegenseitig Getränke einschenken, Geschirr spülen und abtrocknen. Die Kellner laden aber auch die anderen Kinder zum „offenen Frühstück“ ein, wenn sie Hunger haben.

Positives Selbstbild und soziale Kontakte

Zu einem gesunden Menschen gehöre darüber hinaus auch ein positives Selbstbildnis und das gelte auch schon für Kindergartenkinder. In dem Sinne bedeutet laut der 23-Jährigen Gesundheit nicht nur, dass sich die Kinder gesund ernähren, sondern auch, dass sie sich seelisch wohlfühlen und soziale Kontakte knüpfen. „Als gesund bezeichnet man einen Menschen dann, wenn alle drei Aspekte erfüllt sind.“

Während der Abschlusspraktika gehen die Schüler in ihre Einrichtungen und schauen, wo sie ansetzen können, um etwas zu verbessern. Die erarbeiteten Teilkonzepte haben im Alltag der Einrichtung weiterhin Bestand, sodass die Arbeit der angehenden Erzieher nachhaltig wirken kann.