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Expansion an neuem Standort Synaplast investiert in Niederlangen drei Millionen Euro

Von Birgit Waterloh

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Geschäftsführer Daniel Schwerhoff (2. von links) erklärte Gitta Connemann (2. von rechts), Bürgermeisterin Luise Redenius-Heber (links) und dem stellvertretenden Gemeindedirektor Helmut Wilkens das Kunststoffrecycling. Foto: Birgit WaterlohGeschäftsführer Daniel Schwerhoff (2. von links) erklärte Gitta Connemann (2. von rechts), Bürgermeisterin Luise Redenius-Heber (links) und dem stellvertretenden Gemeindedirektor Helmut Wilkens das Kunststoffrecycling. Foto: Birgit Waterloh

Niederlangen. Das Unternehmen Synaplast aus Niederlangen (Samtgemeinde Lathen) will seinen Betrieb erweitern und an neuer Stelle eine Produktionsstätte für die Verarbeitung von Kunststoffabfällen errichten und nimmt dafür drei Millionen Euro in die Hand.

Wie Geschäftsführer Daniel Schwerhoff jetzt bei einem Besuch der CDU-Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann mitteilte, machten veraltete Technik und zu geringe Lagerkapazität eine Erweiterung des Betriebes erforderlich. Zudem erfolge die Produktion derzeit auf einem gepachteten Grundstück. Wie Schwerhoff vorstellte, wurde an der Ottomeyerstraße im Industriepark an der A31 bei Niederlangen bereits ein 2,8 Hektar großes Grundstück erworben. Dort ist der Neubau einer 1750 Quadratmeter großen Produktionshalle mit angegliederten Büroräumen geplant. Die Investitionssumme beträgt insgesamt drei Millionen Euro.

Schwerhoff will damit die Produktionsleistung um 60 Prozent auf 12.000 Tonnen pro Jahr steigern. Da vollkommen neue Technik installiert wird, soll gleichzeitig gut 40 Prozent Energie eingespart werden. Fünf neue Arbeitsplätze werden geschaffen. Im März 2019 soll die Produktion am neuen Standort anlaufen. Kunststoffabfälle so aufbereiten, dass daraus neue Wertstoffe hergestellt werden können, das ist die Kompetenz des Lathener Unternehmens. Seit 2011 ist es im Industriegebiet an der Autobahn 31 ansässig.

Kunststoffabfälle weiterverarbeitet

Wie Schwerhoff erklärte, werden vom Unternehmen im Jahr 7500 Tonnen Kunststoffabfälle verarbeitet. Ausgangsmaterialien sind dabei unter anderem ausrangierte Altpapiertonnen oder Fleisch- und Getränkekisten. Dank eines speziellen „Agglomerators“ sei das Unternehmen zudem in der Lage, auch sehr feine Materialien wie Banderolen von Getränkeflaschen oder Borspäne zu verdichten und damit rieselfähiges Schüttgut herzustellen. So verlangten es die weiterverarbeitenden Betriebe.

Die von Synaplast aufbereiteten Rohstoffe finden sich später auch in Blumentöpfen oder Möbelknöpfen bei Ikea wieder. Alle Materialien, die den Betrieb verlassen, kommen ausschließlich in der europäischen Industrie zum Einsatz. Bei Synaplast wird zurzeit an sechs Tagen in drei Schichten gearbeitet. 13 Mitarbeiter, davon zwei in Teilzeit, sind dort beschäftigt. Gitta Connemann würdigte die Entwicklung des Unternehmens als „ein Stück Erfolgsgeschichte“. „Das ist Kreislaufwirtschaft par excellence.“


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