Gemeinderat einig Lathen finanziert Kunstrasenplatz mit und übernimmt Pflege

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In Lathen wird die Finanzierung für den Bau eines Kunstrasenplatzes auf dem Gelände des SV Raspo weiter vorangetrieben. Symbolfoto: ImagoIn Lathen wird die Finanzierung für den Bau eines Kunstrasenplatzes auf dem Gelände des SV Raspo weiter vorangetrieben. Symbolfoto: Imago

Lathen. Die Gemeinde Lathen wird die Finanzierung den geplanten Bau eines Kunstrasenplatzes auf dem Gelände des örtlichen Sportvereins Raspo mit 185.000 Euro unterstützen. Zudem will sie die Unterhaltungskosten in Höhe von rund 10.000 Euro pro Jahr tragen. Beides hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen.

Demnach wird der Zuschuss im Haushalt 2019 eingeplant. Voraussetzung für die Finanzspritze ist allerdings, dass sich auch die übrigen Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde (SG) Lathen beteiligen. Wie Gemeindedirektor Karl-Heinz Weber erklärte, wird die jeweilige Zuschusshöhe nach den Einwohnerzahlen berechnet, So geht beispielsweise der Oberlangener Bürgermeister Georg Raming-Freesen (CDU) davon aus, dass für seine Gemeinde rund 30.000 Euro fällig werden (wir berichteten).

Die geschätzten Baukosten sind mit 700.000 Euro veranschlagt. Knapp die Hälfte (320.000 Euro) käme in Summe aus dem Bereich der Samtgemeinde. Der SV Raspo als Träger müsste als Eigenanteil (beispielsweise mithilfe von Sponsoren, aber ohne Förderung aus der öffentlichen Hand) 20 Prozent der Gesamtsumme aufbringen. Das wären 140.000 Euro. Ebenfalls mit 140000 dürften die Lathener vom Landkreis Emsland rechnen. Der Zuschuss des emsländischen Kreissportbundes (KSB) würde sich auf maximal 100.000 Euro belaufen.

CDU sieht gute Chancen

CDU-Fraktionsvorsitzender August Kock sieht gute Chancen, dass der SV Raspo bei KSB und Landkreis für das Jahr 2019 Erfolg hat. Der Sportverein sei derzeit offensichtlich der einzige, der einen Antrag stellen würde. „Da kommen wir mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Zuge“, meinte Kock. Denn pro Jahr würde nur der Bau eines Platzes genehmigt. „Aktuell stehen wir also in der ersten Reihe. Diese Gelegenheit sollten wir nicht verstreichen lassen“, betonte Kock. Voraussetzung ist nach Angaben der Gemeindeverwaltung, dass die Antragsunterlagen bis zum 1. August dieses Jahres bei KSB und beim Landkreis vorliegen.

Pläne auch in Papenburg

Dieses Ziel verfolgt allerdings auch die Stadt Papenburg weiter. Wie Stadtsprecher Heiko Abbas auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte, bemühe sich ein von den Papenburger Sportvereinen gebildeter Arbeitskreis derzeit intensiv, Sponsoren für den Bau des Platzes zu gewinnen, der auf dem Sportgelände an der Kleiststraße entstehen soll. Im vergangenen Jahr hatten sich die Vereine darauf verständigt, zusammen einen Antrag zu stellen und als Träger aufzutreten.

Mit Blick auf die Lathener Pläne hob Gemeindedirektor Weber hervor, dass alle Mitgliedsgemeinden bereit seien, sich zu beteiligen. Ein witterungsunabhängig nutzbarer Kunstrasenplatz käme aus Sicht der Verwaltung nicht nur den Herrenfußballmannschaften in der SG, sondern vor allem auch den Teams der Jugendspielgemeinschaft Emstal zugute, in der Kinder und Jugendliche aus allen Mitgliedsgemeinden kicken.


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