Reicht es für den Weltrekord? Lathener Osternest mehr als 250 Quadratmeter groß

Von Andrea Schmees

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asc Lathen. Knapp 255 Quadratmeter umfasst das Osternest vor dem Lathener Rathaus. Ob es damit offiziell tatsächlich das größte der Welt ist und die Vermessung anerkannt wird, bleibt abzuwarten.

Das exakte Ergebnis von 254,919 Quadratmeter bei einem Durchmesser von etwa 18 Metern ist am Sonntag während des 5. Kreativ- und Ostermarktes von Vermessungstechnikern dokumentiert und festgestellt worden. Matthias Gehrs von der Marketing- und Tourismusgenossenschaft der Samtgemeinde Lathen wird das Ergebnis für einen Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde einreichen. „Vermutlich ist es das größte Osternest“, gibt sich Gehrs überzeugt.

Mit mehr als 6500 Pflanzen, darunter 2100 Osterglocken und mehr als 2500 Hornveilchen, hatten Mitarbeiter des kommunalen Bauhofes das in 60 Strohballen eingefasste Nest auf dem Erna-de-Vries-Platz errichtet. Die Pflanzen wurden in Hasen- und Eierform mit Buchbaum umrandet – insgesamt 2500 Exemplare. Mittendrin stehen drei meterhohe kunterbunte Ostereier, die von Lathener Schülern der Grund- und Oberschule bemalt worden waren. Die Eier sollen nach Ostern für einen guten Zweck versteigert werden.

Gemeinsam sei die Idee von den Organisatoren des Marktes entwickelt worden, so Gehrs. Am Sonntag maßen Techniker des Wasser- und Schifffahrtsamtes Meppen das Nest ehrenamtlich aus.

Die Lathener hatten auf einen spontanen Besuch eines Gutachters für das Guinness-Buch der Rekorde gehofft. „Wir haben aber leider keinen offiziellen Termin erhalten“, sagte Gehrs. Deshalb würden die Maße jetzt eingereicht.

Erst hatten die Lathener das größte Osternest des Emslandes bauen wollen, dann Deutschlands. Als die Verantwortlichen erfuhren, dass der Weltrekordhalter im Osternestbauen mit einer Größe von 200 Quadratmetern das bayerische Lauingen ist, war der Ehrgeiz der Emsländer geweckt.

Das Nest bleibt nach Angaben von Bauhofleiter Alfons Cordes bis Ende April auf dem Rathausvorplatz stehen. Danach sollen die Pflanzen in den örtlichen Beetanlagen der Gemeinde weiterverwendet werden.

Abseits des Rekordversuchs stand das Markttreiben rund um das Nest unter dem Motto „Folklore“. Auf drei Bühnen präsentierten sich Mädchen und Jungen aus den Kindergärten der SG sowie elf Musik- und Tanzgruppen aus der Region zwischen Aurich und Lingen, darunter die Kolpingkapelle Lathen und die Neusustrumer Musikanten. Die Einzelhändler luden zum verkaufsoffenen Sonntag ein. Im Haus des Gastes präsentierten Handarbeiterinnen selbst gestrickte Pullover. Und im Baugeschäft Schlichter gaben Drittligerfußballer des SV Meppen Autogramme.


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