Rat billigt Konzept und Planungsgruppe Lathen nimmt Reduzierung von Spielplätzen in Angriff

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Die Anzahl der Spielplätze in Lathen soll reduziert, die verbleibenden sollen aufgewertet werden. Symbolfoto: Matthias Hiekel/dpaDie Anzahl der Spielplätze in Lathen soll reduziert, die verbleibenden sollen aufgewertet werden. Symbolfoto: Matthias Hiekel/dpa

Lathen. Aus 21 mach 11 – das ist das Ziel des Spielplatzkonzeptes der Gemeinde Lathen. Das von einer dreiköpfigen Arbeitsgruppe der CDU-Mehrheitsfraktion entwickelte Konzept als Arbeitsgrundlage für die Umsetzung hat der Rat einstimmig gebilligt. Ebenfalls beschlossen wurde die Bildung einer Planungsgruppe mit Vertretern von CDU, der SPD/Grüne-Gruppe, Verwaltung und Bauhof. Zu deren ersten Aufgaben zählt das Erstellen einer Prioritätenliste. Das erstre Treffen soll nach Ostern stattfinden.

Wie mehrfach berichtet und wie von anderen Kommunen im nördlichen Emsland wie beispielsweise Dörpen und Werlte bereits umgesetzt beziehungsweise in Angriff genommen, soll auch in Lathen die Zahl der Spielplätze reduziert werden. Viele seien weder mehr zeitgemäß, noch würden sie entsprechend angenommen, erklärte Gemeindedirektor Karl-Heinz Weber. Ziel des Konzeptes, dass mit Unterstützung der Verwaltung maßgeblich von den CDU-Ratsherren Andreas Wübben, Ingo Düttmann und Jens Tranel entwickelt worden ist, ist eine deutliche Reduzierung auf wenige Spielplätze in den Wohnbezirken und Ortsteilen der Gemeinde. Die verbleibenden Plätze sollen mit qualitativ höherwertigen Spielmöglichkeiten ausgestattet werden und dadurch „Leuchtturm“-Charakter erhalten. In jedem Gebiet der Gemeinde soll es einen attraktiven Spielplatz geben.

„Nichts in Stein gemeißelt“

Im Gegenzug sollen nicht mehr benötigte Spielplätze aufgelöst und anderweitig genutzt werden – beispielsweise als Bauplatz, Grünanlage oder Bolzplatz. Letzteres rief in der Einwohnerfragestunde den Unmut einiger Anwohner hervor, deren Gärten an einen der Noch-Spielplätze grenzen. Sie lehnen die Umwandlung eines Bolzplatzes – auch eingezäunt in Form eines Soccer-Courts – strikt ab.

Zuvor hatte CDU-Ratsherr Tranel allerdings ausdrücklich betont, dass keine einzige der Überlegungen aus dem Konzept „in Stein gemeißelt sei“. Die konkrete Arbeit beginne erst in der Planungsgruppe. Erklärtes Ziel sei es dabei zudem, die Bürger mitzunehmen.

Aus einigen Spielplätzen soll Bauland werden

Wird das Konzept in seiner bisherigen Form umgesetzt, wird es in der Gemeinde neun Leuchtturm- und zwei Mehrgenerationenspielplätze geben –einen beim Schul- und einen beim Kulturzentrum. Aus acht bisherigen Spielflächen könnten Bauplätze werden, bei den übrigen wäre eine andere Weiternutzung möglich.

Wie Tranel erläuterte, soll es bei der Umsetzung keine Schnellschüsse geben. Er sprach auf Grundlage der noch zu erstellenden Prioritätenliste von einem Fünf-Jahres-Plan. Nach laut Tranel konservativer Rechnung von 50 Euro pro Quadratmeter ließen sich durch die Spielplatzumwandlung in Bauland knapp 290.000 Euro Einnahmen für die Gemeinde erzielen. Die geschätzten Kosten pro Leuchtturmspielplatz bezifferte Tranel auf 40.000 Euro – darin nicht eingerechnet die bereits vorhandene Ausstattung mit Spielgeräten. „Das Konzept ist nur sinnvoll, wenn wir ernsthaft eine Reduzierung anstreben, um die Unterhaltungskosten nachhaltig zu senken und im Optimalfall Geld zu akquirieren“, betonte Tranel.

Bestandteil des Konzeptes sind außerdem Überlegungen für die Schaffung eines Hundespielplatzes und die Erweiterung Skateranlage beim Schützenplatz.


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