Standort zu nah an Schutzgebiet Landwirt in Sustrum darf Maststall nicht bauen

Von Gerd Schade

Einen Stall für knapp 30.000 Masthähnchen wollte ein Landwirt in Sustrum bauen. Daraus wird nichts – zumindest nicht an dem von ihm beabsichtigten Standort. Symbolfoto: Carmen Jaspersen/ArchivEinen Stall für knapp 30.000 Masthähnchen wollte ein Landwirt in Sustrum bauen. Daraus wird nichts – zumindest nicht an dem von ihm beabsichtigten Standort. Symbolfoto: Carmen Jaspersen/Archiv

Lathen/Sustrum. Ein Landwirt in Sustrum kann einen Stall mit knapp 30.000 Masthähnchen nicht auf der von ihm beabsichtigten Fläche realisieren. Das Gelände nördlich der Neusustrumer Straße liegt zu nah an einem Landschaftsschutzgebiet.

Deshalb kann die Samtgemeinde (SG) Lathen dem Landwirt an dieser Stelle auf seinem Grundstück kein Baufenster für die Errichtung einer Tierhaltungsanlage öffnen. Das hatte vor gut zwei Jahren noch anders ausgesehen. Im Dezember hatte der SG-Rat für das beantragte Bauvorhaben einen Aufstellungsbeschluss für eine entsprechende Änderung des Flächennutzungsplanes gefasst. Diesen Beschluss hob der SG-Rat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig auf. Damit ist das Verfahren in dieser Angelegenheit abgeschlossen.

Wie Hans Liesen von der SG-Verwaltung in der Ratssitzung erläuterte, ist die Ausweisung eines Baufensters am Rande eines Landschaftsschutzgebietes nicht möglich. Dies war im Zuge der frühzeitigen Beteiligung der Träger öffentlicher Belange offenbar geworden. Sollte der Landwirt den beabsichtigten Stallbau an einem alternativen Standort neu beantragen, werde eine Neuberatung erforderlich, so Liesen. An dem bisherigen Standort hatte der Landwirt einen Stall für 29.980 Masthähnchen „in alternativer Haltungsform“ errichten wollen.