Verkauf von übrigen Grundstücken Neun Leuchtturmspielplätze für Lathen

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Für die Gemeinde Lathen plant der Bauausschuss neun Leuchtturmspielplätze. Symbolfoto: Marius Becker/dpaFür die Gemeinde Lathen plant der Bauausschuss neun Leuchtturmspielplätze. Symbolfoto: Marius Becker/dpa

Lathen. Die CDU-Fraktion im Bauausschuss der Gemeinde Lathen hat ein Spielplatzkonzept vorgestellt, das neun Leuchtturmspielplätze vorsieht und die Umnutzung von mehr als der Hälfte der vorhandenen Plätze. Die SPD/Grünen-Gruppe unterstützt das Konzept.

Aktuell gibt es 21 Spielplätze in der Gemeinde Lathen. Einige der Plätze würden wenig genutzt, andere seien baufällig oder stehen in Nachbarschaft zu weiteren Spielplätzen, erklärt Jens Tranel (CDU). Um dauerhaft Unterhaltungskosten zu sparen und den Standard für einzelne Spielplätze zu heben, sei ein neues Konzept notwendig, so Tranel.

Zu diesem Zweck hat die CDU-Fraktion zunächst die Gemeinde in zehn Gebiete eingeteilt. Jedes der Gebiete soll einen sogenannten Leuchtturmspielplatz bekommen, dessen Geräte einem „höheren Standard“ entsprechen sollen, so der Ratsherr. Die nicht mehr genutzten Plätze soll die Gemeinde nach Möglichkeit als Baugrundstücke veräußern. Von diesen Einnahmen könnten die Leuchtturmspielplätze finanziert werden, hofft die CDU.

Neun Leuchtturm-Spielplätze

Konkret bedeutet es für das Gebiet „Hafen“, dass der bestehende Platz am Emsweg ausgebaut werden würde. Im Zentrum würde der Mehrgenerationenspielplatz am Schulzentrum als Leuchtturm des Gebietes dienen. Die Wassermühlenstraße ist im CDU-Konzept ein weiteres Gebiet. Hier könnte der Spielplatz am Mühlenkamp zum hochwertigen Spielplatz ausgebaut werden, dagegen müsste der Platz am Kösterskamp verkauft werden. Im Teil „Großer Esch/Emsaue“ plant die christ-demokratische Fraktion an der Straße Am Großen Esch den Leuchtturmplatz für dieses Gebiet. Der Platz in der Emsaue würde sich hingegen mit seinen 1300 Quadratmeter als Baugrundstück anbieten, erläutert Tranel. Ebenfalls aufgeben würde die Gemeinde, laut Konzept, den Platz an der Wilhelm-Busch-Straße.

Baugrundstücke statt Spielplätze

Im Blumenviertel würde in der Fliederstraße das Spielareal aufgewertet. Die beiden in der Rosenstraße und in der Dahlienstraße, dieser trotz Aufwertung 2016, müssten weichen. Für das Gebiet „Kathen“ würde der Spielplatz am Wiesengrund bestehen bleiben. Anders als die Plätze am Obendorfskamp und am Busch. Als Leuchtturm für das Gebiet „Dünefehn“ könnte der Platz an der Kanal- und Waldstraße ausgebaut werden. Da in der Breslauerstraße keine Spielgeräte mehr vorhanden sind, würde das Grundstück veräußert werden, genau was in der Oldenburgerstraße. In der Eichen- und Buchenstraße gebe es hingegen einen „sehr alten Spielplatz“, so Tranel. Dieser könnte zum Bolzplatz umfunktioniert werden. Im „südlichen Dünnefehn“ böte sich der Platz am Geschwister-Scholl-Ring für eine Aufwertung an. Und im „Wohnquartier Kathen“, einem weiteren Gebiet im CDU-Konzept, schlägt die Fraktion eine Aufwertung des bestehenden Platzes vor. Im zehnten und letzten Gebiet „Lathen-Wahn“ würde der Platz am Kindergarten Purzelbaum den Leuchtturm bilden. Das Grundstück am Fischteich hofft die Fraktion veräußern zu können.

40.000 Euro pro Platz

Im Fazit ständen der Gemeinde nach diesem Konzept neun Leuchtturmspielplätze zur Verfügung, dazu zwei Mehrgenerationenspielplätze, im Zentrum und an der Grund- und Oberschule, außerdem acht Bauplätze, drei Plätze, die eine Anschlussprüfung benötigen und einen Platz, der umfunktioniert werden könnte.

Für die neun Leuchtturmspielplätze rechnet die CDU mit Kosten von bis zu 40.000 Euro pro Platz, was insgesamt 315.000 Euro wären. Laut Konzept würden dagegen Einnahmen aus dem Verkauf der Grundstücke bei einem Quadratemeterpreis von 50 Euro von 288.700 Euro stehen. Es stünden 4774 Quadratmeter zur Verfügung.

Für das Konzept als Grundlage für weitere Planungen und für die Installation einer Arbeitsgruppe stimmten sowohl die CDU-Fraktion als auch die SPD/Grünen-Gruppe einstimmig.


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