Mitgliedsgemeinden finanzieren mit Neuer Kunstrasenplatz in Lathen wohl auf Raspo-Anlage

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Lathen. In Lathen soll auf der Anlage des SV Rasensport (Raspo) der erste Kunstrasenplatz innerhalb der Samtgemeinde entstehen. Die Mitgliedsgemeinden sollen sich entsprechend ihrer Einwohnerzahl an dem Bau beteiligen.

Georg Raming-Freesen (CDU), Bürgermeister von Oberlangen, informierte im Gemeinderat über die Pläne, damit „frühzeitig alle Bescheid wissen, was auf sie zukommt“, so der Bürgermeister. Die Pläne sehen auf der Sportanlage an der Meppener Straße (alte B70) den Bau eines zusätzlichen Platzes auf Kunststoffbasis, es soll also keine Spielfläche wegfallen. Inklusive Flutlicht, Zaun und Stankett liegen die (bisher nur geschätzten) Kosten laut Raming-Freesen bei etwa 700.000 Euro, der Oberlangener Bürgermeister, der auch stellvertretender Samtgemeinde-Bürgermeister, Mitglied im SG-Rat und im emsländischen Kreistag ist, geht aber wegen der bereits vorhandenen Infrastruktur wie Strom, Zuwegung oder anderes von geringeren Kosten aus. „Herzlake bekommt es im Hasetal-Stadion derzeit auch günstiger hin“, berichtet Raming-Freesen. Endgültig entschieden ist das Vorhaben in Lathen aber noch nicht, betonte er.

Verschiedene Fördertöpfe sollen helfen

An der Finanzierung beteiligt sich nach Angaben des Bürgermeisters der Landkreis mit 20 Prozent der Kosten, also etwa 140.000 Euro. Ein Antrag werde derzeit vorbereitet, so Raming-Freesen. Eine Sprecherin des Landkreis Emsland teilte mit. „Ein schriftlicher Antrag der Samtgemeinde liegt bislang nicht vor, ist aber geplant, so dass das Vorhaben für 2019 in die Liste aufgenommen werden kann. Weitere künftige Anträgen von Kommunen sind hier aktuell nicht eingegangen.“ Seit 2010 wurden insgesamt sieben Kunstrasenplätze mit 966.740 Euro gefördert, zuletzt Herzlake mit 121.300 Euro bei Gesamtkosten von 635.500 Euro.

Die Gemeinde Lathen beziehungsweise Raspo soll sich als Hauptnutzer ebenfalls mit 140.000 Euro beteiligen. Der Kreissportbund wäre mit 100.000 Euro im Boot. Blieben etwa 320.000 Euro, die anteilig über die Mitgliedsgemeinden, Fördertöpfe oder Sponsoren aufgebracht werden müssten. Raming-Freesen geht wegen der Größe von Oberlangen von neun Prozent der Restkosten aus, das wären rund 30.000 Euro. Dafür sollen die örtlichen Vereine den Kunstrasenplatz natürlich auch nutzen dürfen.

Anlage von Raspo hat einige Vorteile

Einigkeit herrschte im Oberlangener Gemeinderat darüber, dass es sinnvoll sei, die Anlage von Raspo für das Projekt auszuwählen. „Der Platz liegt zentral, es ist ein großes Umkleidegebäude vorhanden und möglicherweise kann ein Teil der vorhandenen Flutlichtanlage mitgenutzt werden“, so Raming-Freesen, wobei über die Lage des Kunstrasenplatzes auf der Anlage noch nicht entschieden sei. Einig waren sich die Ratsleute auch darin, dass es dringend notwendig ist, zusätzliche derartige Spielmöglichkeiten zu schaffen. „Schon vor der Winterpause sind einige Spiele ausgefallen und das setzt sich jetzt fort. Und der Kunstrasenplatz in Sögel ist so gut wie ausgebucht“,sagte Thorsten Korte (CDU), der von Mannschaften berichtete, die nach Schüttorf und Ter Apel ausgewichen sind, um überhaupt irgendwo spielen zu können. Nach Angaben des Kreissportbundes kann ein Kunstrasenplatz zwischen 2000 und 2500 Stunden im Jahr genutzt werden, ein Naturrasenspielfeld zwischen 400 und 800 Stunden.

„Wir sollten die Chance nutzen, auch, solange es Fördergeld für solche Plätze gibt“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Ewald Ameln.

Auch Stadt Papenburg will Kunstrasenplatz

Auch in der Stadt Papenburg gibt es Bestrebungen, an der Schulsportanlage an der Kleiststraße einen Kunstrasenplatz zu errichten. Auf den Standort hatten sich im Juni 2016 die Fußballvereine auf Initiative von Eintracht Papenburg geeinigt. „Dort entstehen im Zuge des Baus der neuen Sporthalle durch den Landkreis Umkleideeinheiten für den Kunstrasenplatz“, teilte Heiko Abbas, Sprecher der Stadt Papenburg, auf Anfrage mit. Ein von den Vereinen gebildeter Arbeitskreis bemühe sich zur Zeit intensiv, Sponsoren für das Projekt zu gewinnen. „Ziel ist es, die Förderanträge bis spätestens 1. August einzureichen“, so Abbas. Die Pflegekosten von rund 10.000 Euro pro Jahr wird die Stadt übernehmen, hatte der Sportausschuss im Mai 2017 entschieden.


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