Auftaktveranstaltung Oberlangen möchte ins Dorfentwicklungsprogramm des Landes

Meine Nachrichten

Um das Thema Lathen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Oberlangen. Die Gemeinde Oberlangen möchte in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Niedersachsen. Was es dazu bedarf, erklärt Thomas Honnigfort vom Planungsbüro Honnigfort-Brümmer aus Haren, auf einer Auftaktveranstaltung vor über 60 Bürgern.

Einen ersten wichtigen Schritt hat die Gemeinde Oberlangen auf dem Weg zum Geldsegen aus dem begehrten Dorfentwicklungsprogramm bereits getan. Thomas Honnigforth erklärt, wie wichtig es sei, dass die Dorfgemeinschaft hinter diesem Projekt stehe. Besonders erfreut zeigt sich darum Bürgermeister Georg Raming-Freesen über das offensichtlich große Interesse an dem Förderprogramm. Ein Fragebogen für die Bürger soll evaluieren, welche Herausforderungen Oberlangen bietet. Die Fragen beziehen sich auf Themenbereiche wie Gebäude und Gestaltung des Dorfes, Infrastruktur und Anbindung, medizinische Versorgung oder demografischer Wandel. „Je mehr Menschen die Fragen beantworten desto höher ist die Chance in das Programm aufgenommen zu werden“, sagt Honnigfort.

Ländlichen Charakter erhalten

Das Ziel des Dorfentwicklungsprogrammes bestehe darin, den ländlichen Charakter des Dorfes zu erhalten und es gleichzeitig „neuen funktionalen Anforderungen anzupassen“, so Honnigfort. Die besondere Schönheit, Merkmale und das spezielle Eigenleben solle dabei gefördert und somit erhalten bleiben. Konkret gebe es einen Katalog mit Punkten, die das Land fördert. Dazu zählen unter anderem die Gestaltung öffentlicher Plätze, Sanierung von Straßen, Erhalt von ortsbildprägenden Gebäuden oder die Schaffung von Freizeiteinrichtungen. Doch auch private Projekte vor allem im landwirtschaftlichen Bereich könnten eine Förderung erhalten. „Wenn zum Beispiel ein Landwirt eine gute Idee hat, was er mit seiner alten Scheune machen kann, könnte es dafür Geld geben“, erklärt Honnigfort.

Großes Interesse bei vielen Dörfern

Doch sei es erfahrungsgemäß weniger ein Problem die Fördermittel auszugeben, als vielmehr überhaupt in das Programm aufgenommen zu werden. „Viele Gemeinden in Niedersachsen haben Interesse“, sagt der Experte. Zunächst müssen sie einen fundierten und begründeten Antrag stellen. In dieser Phase sei die Beteiligung der Dorfgemeinschaft von großer Bedeutung. Letztendlich vergebe das Land Punkte und je nach Position in diesem Ranking gibt es die Fördersummen.

Anhand eines zeitlichen Ablaufplanes zeigt Thomas Honnigfort, dass tatsächliches Geld, wenn überhaupt, frühestens ab 2012 fließen würde. Alleine für die Antragstellung veranschlagt er über ein halbes Jahr. Sollte dann eine Aufnahme erfolgen, müsse ein Planungsbüro einen Dorfentwicklungsplan ausarbeiten, dieser müsse erneut genehmigt werden und erst dann würde die etwa sieben jährige Förderperiode beginnen können.

Weitere Infotreffen in Niederlangen und Sustrum

Oberlangen würde sich als Teil einer Dorfregion, zusammen mit den Gemeinden Niederlangen und Sustrum bewerben. Die Auftaktveranstaltungen finden in Sustrum am Dienstag, 13. Februar, um 19 Uhr im Jugendheim und in Niederlangen am Donnerstag, 15. Februar, um 19 Uhr in der Gaststätte Ahlers statt.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN