Arbeiten in vollem Gange Tennet informiert Bürger in Lathen über die Stromtrasse

Von Katharina Preuth


Lathen. Bei einer Veranstaltung im Haus des Gastes in Lathen hat der Netzbetreiber Tennet Eigentümer, Anwohner und Interessierte über den aktuellen Stand des Stromtrassenbaus informiert. Die Arbeiten an der Trasse, die von Dörpen über die Samtgemeinde Lathen und Haren weitehend als 380-Kilovolt-Freileitung nach Meppen und im weiteren Verlauf bis Wesel am Niederrhein führt, sind seit Dezember 2017 in vollem Gang.

Im Haus des Gastes haben die Mitarbeiter des Netzbetreibers Tennet Stellwände aufgestellt. Hier informieren die einzelnen Teilbereiche die interessierten Gäste über Details zur Trasse. Bei einem kurzen Rundgang erklärt Inga Wilken, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, dass die Arbeiten für die Freileitungsabschnitte bereits im Dezember 2017 begonnen haben. „Die Eigentümer haben wir natürlich im Vorfeld umfänglich informiert“, so Wilken. Doch nach dem die Genehmigungsphase abgeschlossen ist, sind nicht mehr nur die Eigentümer der Flächen betroffen, sondern auch die anliegenden Bewohner, etwa durch Baustellenverkehr und Straßensperrungen durch Schwertransporte.

Detaillierter Terminplan

Auf einem detaillierten Terminplan ist festgehalten, wo und wann Beeinträchtigungen stattfinden. Dieser Plan sei zwar für Laien auf den ersten Blick schwer verständlich, aber für Erklärungen stehen Mitarbeiter wie Jorit Tamminga zur Stelle. „Wir wollen möglichst viel Transparenz herstellen, nicht nur während der Planung und Genehmigung, sondern auch während der Bauphase“, sagt der Projektleiter für Freileitungsbau. Und dieser Zeitpunkt sei jetzt gekommen, so Wilken. Nachdem sie mit dem Freileitungsbau begonnen haben und die Bauvorbereitung für die Erdkabelverlegung in den nächsten Wochen beginnen werden.

Nicht wenige Bürger versammeln sich an diesem Nachmittag im Haus des Gastes. Viele sind bereits in Gesprächen mit den Tennet-Mitarbeitern vertieft. Andere sehen sich interessiert um. An Anschauungsmaterial haben die Netzbetreiber ein Model der Freilandkabel ausgestellt, außerdem Isolatoren oder Vogelmarker, die neben den Kabeln ebenfalls an dem 50 bis 60 Meter hohem Mast hängen werden. Ein Film erklärt, wie Erdkabel verlegt werden. „Wir wollen zeigen, dass wir als Ansprechpartner vor Ort sind“, so Wilken.