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21.01.2018, 19:18 Uhr KOMMENTAR

Lathen stellt Ideen für Spielplatz vor: Politik mal digital

Kommentar von Maike Plaggenborg

In Lathen wurde ein Entwurf zur Gestaltung eines Mehrgenerationenspielplatzes vorgestellt. Die Besucherzahl ließen mit rund 30 zu wünschen übrig. Foto: Maike PlaggenborgIn Lathen wurde ein Entwurf zur Gestaltung eines Mehrgenerationenspielplatzes vorgestellt. Die Besucherzahl ließen mit rund 30 zu wünschen übrig. Foto: Maike Plaggenborg

Lathen. Die Gemeinde Lathen hat in einer Bürgerversammlung Ideen für einen Mehrgenerationenspielplatz im Umfeld der Grund- und Oberschule vorgestellt. Zur Veranstaltung kamen nur rund 30 Besucher, von denen rund ein Drittel aus Vertretern des Gemeinderates und der Verwaltung bestand. Hier braucht es einen neuen Ansatz. Die Bürgerbeteiligung muss womöglich digitalisiert werden. Ein Kommentar.

Bürgerbeteiligung ist ein schwieriges Feld, wie die Gemeinde Lathen nun am Beispiel einer Bürgerversammlung zum Thema Mehrgenerationenspielplatz feststellen musste. Das Ansinnen ist löblich, die Resonanz war unrühmlich mit rund 30 Besuchern inklusive Vertretern aus Rat und Verwaltung.

Über die Ursachen lässt sich nur spekulieren. Vielleicht hätte man hier auf die digitale Schiene setzen sollen – insbesondere deshalb, weil die Gemeinde auf die Beteiligung junger Familien setzt. Dass der Alltag zunehmend digitalisiert wird, ist unbestritten – so auch bei der politischen Meinungsäußerung. Stichwort: Online-Petition.

Und so ist es auch in Lathen. Die Verwaltung hätte die Möglichkeit zur Teilhabe via Facebook angehen oder gar ein virtuelles Forum schaffen können. Das ist bequem, das geht schnell, und Bürger müssen nicht einmal das Haus verlassen – ganz im Sinne des Zeitgeistes.

Und ja, das ist befremdlich. Letztlich ist ja nichts fruchtbarer als der direkte Austausch vis-à-vis. Aber vielleicht ist es notwendig, um die Meinungsvielfalt einzuholen. Einen Versuch wäre es wert.


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