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Weihnachten für Kinder in Rumänien Lathener Geschenke-Aktion: Paketzahl schnellt auf über 18.000

Von Gerd Schade | 13.12.2018, 09:04 Uhr

Das hat Hansi Brake in all den Jahren humanitärer Hilfe „seines“ emsländischen Vereins Helping Hands noch nicht erlebt: Bei der Weihnachtsgeschenke-Aktion für rumänische Heimkinder sind mehr als 18.000 Pakete zusammengekommen.

Mehrfach mussten die humanitären Helfer in Lathen ihre logistischen Pläne für den Hilfstransport in das osteuropäische Land über den Haufen werfen. Wie Brake berichtet, waren am Ende drei 40-Tonnen-Lastwagen notwendig, um die zum weit überwiegenden Teil liebevoll gepackten Kartons zu verladen. Am Mittwochabend machte sich der Transport auf den Weg.

„Es ist einfach eine Gnade, im Emsland eine Hilfsorganisation sein zu dürfen“, sagt Brake dankbar. Von der Resonanz auf seinen Aufruf zeigt sich der 62-jährige Dörpener nach wie vor überwältigt. „Mir ist das Herz aufgegangen“, schwärmt Brake rückblickend auf den Weihnachtsmarkt auf dem Vereinsgelände an der Hermann-Kemper-Straße am vergangenen Wochenende. Waren es bis zum Start des Marktes am Freitag „nur“ rund 6300 Pakete, wuchs deren Zahl rasant an. Schon jetzt steht Brake zufolge fest, dass die Aktion im kommenden Jahr wiederholt wird.

Der im November mithilfe unserer Redaktion sowie in den sozialen Netzwerken gestartete Aufruf hatte rasch immer größere Kreise gezogen – auch überregional. Ein Facebook-Video provozierte mehr als 50 000 Likes. Auslöser für die Aktion war, dass mehr als 400 Kinder in einem Heim in Rumänien, das von Helping Hands seit 1999 unterstützt wird, keine Weihnachtsgeschenke bekommen. Da 18.000 Pakete selbst für 400 Kinder zu viel sind, haben die humanitären Helfer beschlossen, auch alle elf Dörfer anzusteuern, in denen der Verein ebenfalls seit Jahren tätig ist.

Wie Brake weiter mitteilt, ereilte Helping Hands inzwischen außerdem ein Hilferuf einer Psychiatrie mit 150 Patienten. „Dort bringen wir aber nicht nur Pakete hin. Wir werden die Einrichtung mit Rollstühlen, Toilettenwagen und Oberbetten ausstatten“, sagt Brake.

Zusätzliche Unterstützung gab es nach den Worten des Vereinschefs auch von der Ottefülling-Kinderstiftung in Papenburg. Sie unterstütze die Aktion mit 2500 Euro.

Ganz besonders freut sich Brake nach eigenem Bekunden darüber hinaus über das Ansinnen einiger Frauen. Sie hätten drei Pakete gepackt, die ausdrücklich für den Heimleiter bestimmt seien. „Das finde ich wirklich großartig. Auch er hat nämlich bisher noch nie etwas bekommen“, so Brake.