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Sitzung des Bauausschusses Größere Rückhaltebecken für den Hochwasserschutz in Hilter

Von Anke Schneider | 23.02.2017, 16:35 Uhr

Auf Anregung der Stadt Georgsmarienhütte sollen die Regenrückhaltebecken in den geplanten Baugebieten „Beckers Wisch“ und „Auf dem Sacksenlande“aus Gründen des Hochwasserschutzes vergrößert werden. Große Mehrkosten würden dadurch nicht verursacht, hatte Planerin Heike Roßmann von der NLG die Mitglieder der Bauauschuss Hilter zuvor informiert.

Der Bauausschuss hatte ein volles Programm abzuarbeiten. Zunächst mussten die Flächennutzungspläne des Baugebietes „Beckers Wisch“ und die Erweiterung des Baugebietes „Auf dem Sacksenlande“ geändert und als Satzung beschlossen werden. Eingeflossen in die Änderung waren neben den größeren Rückhaltebecken auch kleinere Änderungswünsche verschiedener Behörden und Träger öffentlicher Belange.

Kritik an Zweigeschossigkeit

Aus der anwesenden Bürgerschaft wurde in der Bürgerfragestunde bemängelt, dass in dem Baugebiet „Beckers Wisch“ zweigeschossig gebaut werden darf. Ein Anwohner kritisierte, dass er sein Haus seinerzeit nur eineinhalbgeschossig errichten durfte. Heike Roßmann erklärte, dass das die heutzutage gewünschte Bauform sei. Die Entscheidung sei also dem Zeitgeist geschuldet. Die Häuser würden aber nicht höher, als die in der Nachbarschaft. Auch bei den neuen Baugebieten sei die Bauhöhe auf 9,50 Meter begrenzt. Auf die Frage nach dem Zeitplan schätzten die Bauausschussmitglieder, dass im Herbst mit den Erschließungsarbeiten begonnen werden könne.

Umgestaltung der Ortsdurchfahrt in Wellendorf

Schließlich ging es um die geplante Umgestaltung der Ortsdurchfahrt in Wellendorf vom Kreisverkehr bis „Zum Packsholz“, die der Landkreis durchführen will. Der Radweg soll in Pflasterbauweise angelegt und verbreitert werden, die K333 bekommt Fahrbahnteiler zur Verringerung der Geschwindigkeit und wird mit Flüsterasphalt ausgestattet. Zudem wird die Bushaltestelle barrierefrei ausgebaut.

Bürgermeister Marc Schewski erklärte, dass der Landkreis auf Fördergelder spekuliert hat, die in diesem Jahr aber noch nicht fließen werden. „Darum will der Landkreis die Maßnahme noch etwas schieben“, sagte er. Der Ausschuss beschloss, dass die Gemeinde den Landkreis auffordern will, noch im Jahr 2017 mit der Umgestaltung zu beginnen. Auch den Antrag eines Bürgers, eine Fußgängerampel als Bedarfsampel auf der K333 einzurichten, soll mit angeführt werden.

Haushaltsplan vorgestellt

Am Ende stand noch die Vorstellung des Haushaltsplanes auf dem Programm, vor allem die Teile, in dem es um Gebäude und Straßen geht. Kämmerer Bastian Sommer sagte, dass der in diesem Jahr wenig Brisanz enthalte. 66000 Euro sind für die Erschließung des Baugebietes „Am Mühlenweg“ eingeplant, 250000 Euro für die Straßenunterhaltung, 309000 Euro für die Erneuerung des Asbrocker Weges und 35000 Euro für den Bau von Parkplätzen im Zentrum von Borgloh. Die Umrüstung und Ausbau der Straßenbeleuchtung wird weiter vorangetrieben und auch der Breitbandausbau ist wieder im Haushaltplan enthalten. Geräte und Fahrzeuge für den Bauhof schlagen mit 60000 Euro zu Buche und für die Instandsetzung von Flüchtlingsunterkünften wurden 50000 Euro eingeplant. In diesem Jahr sollen auch das Bürgermeister-Vorzimmer und der Sitzungssaal in Schuss gebracht werden, was etwa 15000 Euro kosten wird.