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Neue Leiterin an Grundschule Wellendorfs Rektorin Kelly geht in Rente

Von Kathrin Pohlmann | 17.07.2015, 07:30 Uhr

Seit 40 Jahren ist sie im Dienst, und die meiste Zeit davon verbrachte sie an der Grundschule in Wellendorf: Schulleiterin Christine Kelly geht nun in den Ruhestand. Die leidenschaftliche Pädagogin freut sich auf einen neuen Lebensabschnitt, will den Kontakt zu den alten Kollegen aber halten.

Im August 1975 kam Christine Kelly an die Grundschule in Wellendorf . Nach zwei Jahren wechselte sie die Schule und ging nach Bad Rothenfelde. Lange hielt es sie dort aber nicht. Sie kam 1981 zurück nach Wellendorf. 1993 übernahm sie kommissarisch die Leitung der Grundschule, bis sie 1995 offiziell Schulleiterin wurde. „Am Anfang musste ich immer weinen, wenn wir die Viertklässler verabschiedet haben“, erzählt sie und lacht. Das habe sie sich aber schnell abgewöhnt, weil es sich bei den Schülern schon herumsprach. Bis heute ist für sie das Schulleben keinen Tag langweilig gewesen. An diesem Freitag wird sie nun offiziell mit einer Feier in der Schule verabschiedet. „Kinder sind immer interessant“, sagt Kelly. Sie ist mit Herzblut und Leidenschaft Lehrerin und kam bei den Schülern gut an. Nicht ohne Grund hat sie schon zahlreiche Heiratsanträge von Erstklässlern erhalten. Kelly hat im Laufe der Jahre auch eine Veränderung der Schüler beobachten können. So seien die Kinder vor 40 Jahren noch wesentlich zurückhaltender in ihrer Art gewesen. „Heute sind die Schüler viel spontaner und freier – was ich begrüße“, sagt die 63-Jährige.

Die Osnabrückerin wurde in Voxtrup geboren, wo sie auch heute noch wohnt. Sie studierte Mathematik, Biologie und Textiles Gestalten an der Universität Osnabrück. Ein Leben als Hausfrau und Mutter konnte sie sich nicht vorstellen. So kümmerte sich ihr Mann um die eigenen vier Kinder. „Mein Mann war Hausmann, dann ging das gut“, erzählt sie.

Noch kann sie nicht an ihre Pension denken, denn vor den großen Sommerferien steht immer besonders viel an. Schulfeste, Zeugnisse und Konferenzen: Noch sei alles Routine, sagt sie. Trotzdem hat sie schon Pläne für die Zeit nach der Schule: „Ich möchte viel reisen, dann werde ich meine vier Kinder besuchen und mal wieder Freunde und Verwandte treffen. Und ich freue mich auf das Ausschlafen“. Ganz loslassen kann sie aber nicht. Kelly arbeitet ihre Nachfolgerin Inga Kropf aus Recke gerade ein und will auch künftig mit den ehemaligen Kollegen den Kontakt halten. „Ich habe immer gerne hier gearbeitet. Das Kollegium war nett und die Eltern sehr engagiert“, sagt die 63-Jährige.